Steinen Erreichtes erhalten, Veränderungen angehen

Gunther Braun sprach am Dienstagabend in Schlächtenhaus. Foto: Harald Pflüger Foto: Markgräfler Tagblatt

Steinen-Schlächtenhaus (hp). Parteiunabhängig, sachlich und transparent möchte Gunther Braun die Rathauspolitik im Falle seiner Wahl zum Bürgermeister gestalten. Am Dienstagabend stellte Braun im Schützenhaus vor einem guten Dutzend Besuchern sich und seine Ziele vor. Braun sieht sich aufgrund seines beruflichen Werdegangs für das Amt bestens gerüstet. Seit 2008 arbeitet der gelernte Schreiner und studierte Architekt im Grundstücks- und Gebäudemanagement der Stadt Lörrach. Mit 50 Jahren fühle er sich jung genug für neue Aufgaben, so Braun, der seine 30 Jahre Berufserfahrung in das Bürgermeisteramt einbringen will. Erreichtes erhalten, Bedürfnisse erkennen und notwendige Veränderungen angehen will Braun im Falle einer Wahl. Beeindruckt ist Braun vom Engagement vieler Bürger in gemeinnützigen, kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Bereichen. Er selbst ist Mitbegründer und Vorstand der Genossenschaft „Energie aus Bürgerhand Hägelberg“, Mitglied des Aufsichtsrats und Vorstandsmitglied der Baugenossenschaft Familienheim Lörrach und seit 2015 Ortschaftsrat und stellvertretender Ortsvorsteher in Hägelberg. Braun spricht sich angesichts „der vielen Pflichtaufgaben“ für eine stabile Finanzpolitik aus, um Gestaltungsspielraum zu schaffen. Darüber hinaus möchte er den Wirtschaftsstandort Steinen stärken. Die Neuansiedlung von Unternehmen, Landwirtschafts- und Tourismusbetrieben ist Braun ebenso ein Anliegen wie die Stützung des vorhandenen Gewerbes. Das Verkehrskonzept spielt in Brauns Wahlkampf ebenfalls eine wichtige Rolle. Braun will sich für eine Entlastung des Ortskerns, sichere Schulwege und einen Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs einsetzen. Gerade im ländlichen Raum ohne Einkaufsmöglichkeiten seien die Bewohner mangels Busanbindung auf Autos angewiesen. „So wie es ist, reicht es nicht“, sagte Braun, und erinnerte daran, dass früher ein kleiner Bus auf die Dörfer fuhr. Den Schwerverkehr aus dem Ortskern herauszuhalten wäre ein Ansatz, die Ortsmitte zu entlasten. Nachdem die Nordumfahrungstrasse verbaut ist, brachte Braun die Ostumfahrung wieder ins Gespräch. Eine Riesenchance sieht Gunther Braun beim „Alte Weberei“-Areal mit dem geplanten Mix aus Arbeiten und Wohnen. Dort könnten auch dringend benötigte Sozialwohnungen entstehen, denn preiswerter Wohnraum ist Mangelware. Die „Alte Weberei“ böte sich für Braun auch als Standort für ein neues Rathaus an. Ihm würde Braun den Vorzug geben, weil so die ortsbildprägende alte Schule und das alte Rathaus nicht angetastet werden müssten. Weil Grund und Boden nicht vermehrbar sind, plädiert Braun für eine Nachverdichtung zur Schaffung von weiterem Wohnraum. Die Angebote von Kinderbetreuung und Schule möchte Braun weiter ausbauen. Und in der Integration von Flüchtlingen sieht der Bürgermeisterkandidat eine Aufgabe, die früher schon einmal gelöst werden konnte. Eine Verwaltung müsse bürgernah sein, so Braun, der sich nicht als patriarchischer Bürgermeister, sondern „als Mittler zwischen Verwaltung und Bürger“ verstehen möchte. Im Anschluss an seine Vorstellung war noch genügend Raum für das Gespräch.

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