Steinen „Extrawürstle“ ein voller Erfolg

Unter Berücksichtigung der einschlägigen Corona-Bestimmungen hatten die Kinder viel Spaß an den Extrawürstle-Touren mit Jugendreferent Helmut Kolibaba. Foto: Ralph Lacher Foto: Markgräfler Tagblatt

Dass das Spieldorf wegen zu hoher Corina-Auflagen abgesagt werden musste, sei zunächst ein Schock gewesen, gesteht Jugendreferent Helmut Kolibaba.

Von Ralph Lacher

Steinen . Er und sein Team hatten sich auf das 29. „Dorfleben“ am Höllbach gefreut. Aus der Absage schöpften sie indes Motivation für eine kleine Ersatzveranstaltungsreihe – das „Extrawürstle“ mit Wanderungen in heimischen Gefilden. Und die waren ein voller Erfolg, so das Fazit von Helmut Kolibaba.

Die Touren fanden in der ersten Sommerferienwoche statt. Am Montag führten Kolibaba und seine ehrenamtlichen „Wanderführer“ 16 Kinder von Steinen nach Weitenau und zurück – vorbei am Häfnetbrunnen, dem Jägerhüsli und dem Föhribuck. Den Zwischenstopp bei der Igelsgrabenhütte nutzte Bürgermeister Gunther Braun, um die Mädchen und Jungs und ihre Betreuer mit kühlen Getränken und einem Eis zu überraschen.

An allen Stationen erfuhren die Kinder Wissenswertes, auch über ernste Themen wie das Waldsterben.

Das galt auch für Tour zwei, die am Dienstag ein Dutzend Kinder über Höllstein und den Haldenweg zum Waldfestplatz am Müsler in Hüsingen führte, wo es ein gemeinsames Grillen  gab. Am Mittwoch ging es für zwölf Kinder auf die andere Seite des Wiesentals, nach Hägelberg, wo große und kleine Wanderer die Aussicht auf das Heimatdorf genossen. Ortsvorsteherin Gabriele Kaiser-Bühler erfreute die 14 Kinder und ihre sechs Betreuer mit nahrhaftem Mitbringsel.

Tour vier führte von der Steinenberghalle in Schlächtenhaus durch die Höllschlucht nach Endenburg. Dabei standen die Kalendersteine im Fokus. Diese, so erfuhren die Kinder, stammen aus der Zeit um 3000 Jahre vor Christus. Sie dienten damals zur astronomischen Ermittlung der Stellung der Gestirne.

Selbstverständlich galten bei allen vier Wanderungen die Corona-Abstands- und Hygieneregeln. Die Jugendpflege habe im Vorfeld dem Gesundheitsamt ein ausgefeiltes Konzept präsentieren müssen, um die „Extrawürstle“-Aktionen genehmigt zu bekommen, so Helmut Kolibaba. Zwar hätten die vier Touren die maximale Teilnehmerzahl von knapp 60 Kindern nicht ganz erreicht. Dennoch sei die Ersatzveranstaltung als Erfolg zu bezeichnen, so der Jugendreferent, der natürlich hofft, dass 2021 wieder ein „ganz normales Spieldorf in den ersten zwei Ferienwochen möglich ist“.

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