Steinen Genossenschaft belebt Seniorenzentrum

Peter Ade
Der Vorstand der Seniorengenossenschaft Steinen (v.l.): Roger Merkle (Schriftführer), Birgit Petersen-Mirr (Vorsitzende), Waltraud Buchholz (Kassiererin), Gustav Albiez (stellvertretender Vorsitzender) Foto: Peter Ade

Bei der Hauptversammlung der Seniorengenossenschaft Steinen wird bekannt, dass das Seniorenzentrum zum 1. Juni einen Geschäftsführer erhält. Bisher leiten drei Frauen gemeinsam die beiden Häuser in Steinen und Schopfheim.

Durch sein breites Spektrum gilt das Seniorenzentrum Mühlehof in Steinen als idealer Ort für die bedarfs- und zielgerichtete, aber auch sehr individuelle Versorgung. „Unsere Bewohner, Gäste und Besucher liegen uns sehr am Herzen und eines unserer größten Anliegen ist es, ein Ort zu sein, der für Wohlbefinden und ein gutes Miteinander steht“, wirbt die Geschäftsführung auf ihrer Homepage.

Treffpunkt KaffeeMühle

Träger des Treffpunkts KaffeeMühle im Seniorenzentrum ist die Seniorengenossenschaft Steinen (SGS), die den Bewohnern des Mühlehofs und der Gemeinde Steinen das ganze Jahr über viel Abwechslung und Hilfe bietet – weitgehend auf ehrenamtlicher Basis. Zur SGS als Trägerverein der Mühlehof GmbH gehört seit 2019 das Seniorenhaus Schopfheim. Sehr gefragt war das Angebot Kino im Mühlehof mit einem interessanten Filmangebot. Dank gesagt wurde bei der Versammlung Sinan und Sandra Mert für ihre Arbeit und den Steinener Vereine besonders den FC Steinen-Höllstein, für dessen engagierte Kinder- und Jugendarbeit und das große Herz für die Mühlehof-Bewohner.

„Mühlehof-Chörli“

Wieder ins Leben gerufen wurde das „Mühlehof-Chörli“ von Ines Kiefer und Marlies Kandziora unter Leitung des Dirigenten Helmut Schiefer, hieß es weiter. Einen Wechsel hat es in der physiotherapeutischen Praxis gegeben. Man sei froh, hieß es, wieder einen Physiotherapeuten zu haben. Der Außenbereich vor der KaffeeMühle wurde mit Hilfe von Tilo Tscheulin umgestaltet, man kann jetzt im Sommer einen Kaffee im Freien trinken. Die KaffeeMühle ist ein gewerbliches Unternehmen und muss schwarze Zahlen schreiben wegen der Gemeinnützigkeit.

Geschäftsführung

Birgit Petersen-Mirr, Vorsitzende der Seniorengenossenschaft Steinen, berichtete, dass das Seniorenhaus Schopfheim keinen Einrichtungsleiter mehr habe. Mit „flacher Hierarchie“ würden beide Einrichtungen geleitet, was vor immer neue Herausforderungen stelle. Der ehemalige Geschäftsführer wurde im April 2022 freigestellt (wir berichteten). Seither wird das Haus von Nicole Meier, Verwaltungsleiterin, Sandra Schlageter, Pflegedienstleisterin, und Karina Wnuk. Pflegedienstleiterin ambulanter Dienst, geleitet. Die zum Teil zusätzlichen Belastungen für das Trio waren nach eigenen Angaben aber so groß, dass man einen neuen Geschäftsführer suchte, der am 1. Juni seinen Dienst aufnehmen wird.

Kerngeschäft Pflege

Die Verwaltungsleiterin Meier beleuchtete das Kerngeschäft des Mühlehofs mit Dauerpflege, Kurzzeitpflege und ambulantem Dienst. Die Überprüfung durch die Kontrollbehörden sei ohne wesentliche Feststellungen erfolgt. Der Umbau der KaffeeMühle sei zwischenzeitlich abgeschlossen worden. Der Fußboden in der Dauerpflege konnte 2023 noch nicht erneuert werden.

Finanzen

Zu den Finanzen wurde berichtet, dass der Bus für die Tagespflege im Juli 2023 geliefert und es dazu Spendengelder in Höhe von 31 000 Euro gegeben habe. Als „enorme Belastung“ bezeichnete Meier die Energiekosten für die Gesamtanlage, für die es neuerdings keine Förderung mehr gebe. Die Fachkraftquote konnte mit 50 Prozent im Pflegebereich eingehalten werden. Kurzfristig musste eine Leiharbeiterin für die Nachtwache eingestellt werden. Aktuell hat man acht Auszubildende, drei weitere sollen hinzukommen. In der vollstationären Dauerpflege gab es 20 Ein- und Auszüge. Veranstaltungs- und Betreuungsangebote wurden im betreuten Wohnen, in der Dauerpflege im Seniorenhaus Schopfheim und dem Mühlehof angeboten.

Die Auslastung der Dauerpflege war mit 99 Prozent sehr gut, ebenso die Tagespflege, nur der angebotene Samstag sei nicht angenommen worden. Die Kurzzeitpflege war mit 94,79 Prozent gut ausgelastet. Hingegen konnte der ambulante Dienst seine Leistungen weiter ausbauen.

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