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Steinen Gunther Braun bleibt Bürgermeister

Gerald Nill
Die Landrätin wünscht Bürgermeister Gunther Braun (links) und der Gemeinde viel Kraft für die anstehenden Herausforderungen. Mitbewerber Jürgen Walliser (Mitte) zeigte sich als fairer Verlierer . Foto: Gerald Nill

Steinen hat gewählt: Wie allgemein erwartet, erhielt der amtierende Bürgermeister Gunther Braun bei der Wahl die meisten Stimmen: 77,6 Prozent. Sein Herausforderer Jürgen Walliser konnte 20,3 Prozent auf sich vereinen.

Die Wahlbeteiligung lag bei 41 Prozent – und damit immerhin einiges über dem knappen Drittel, das sich nach der Auszählung der Hälfte der Wahlbezirke zunächst angedeutet hatte. In absoluten Zahlen: 2500 Wahlberechtigte machten ihr Kreuzchen bei Amtsinhaber Braun, 654 beim Herausforderer.

Glückwünsche und Dank

Gunther Braun richtete in einer ersten Stellungnahme Dankesworte an seine Familie, seine Mitarbeiter, aber auch an die anwesende Landrätin Marion Dammann, mit der er immer gut zusammenarbeite. Bei seinem Mitbewerber bedankte sich Braun für den fairen Wahlkampf.

Die Landrätin ihrerseits gratulierte dem alt-neuen Bürgermeister und wünschte ihm viel Kraft für die anstehenden Herausforderungen. Mitbewerber Jürgen Walliser zeigte sich als fairer Verlierer und gratulierte Braun direkt nach der Verkündung des Wahlergebnisses.

In die Schlange der Gratulanten reihten sich neben Bürgern, dem kompletten Gemeinderat und den Rathausmitarbeitern auch zahlreiche Amtskollegen aus der Region ein: Schopfheims Bürgermeister Dirk Harscher beispielsweise, Peter Palme aus Zell, Frank-Michael Littwin aus Hasel, Philipp Lotter aus Hausen, Jessica Lang aus Maulburg, Michael Fischer aus Wieden und die beiden Oberbürgermeister Klaus Eberhardt aus Rheinfelden und Jörg Lutz aus Lörrach.

Vier Bürgermeister und eine angehende Bürgermeisterin stehen Spalier zum Gratulieren: Peter Palme aus Zell Frank-Michael Littwin aus Hasel, Dirk Harscher aus Schopfheim, Philipp Lotter aus Hausen sowie Jessica Lang aus Maulburg. Auch weitere Bürgermeister waren nach Steinen gekommen. Foto: Gerald Nill

„Dienst an der Demokratie“

Stephan Mohr als Leiter des Gemeindewahlausschusses dankte dem „zweiten Sieger“ Jürgen Walliser: „Sie haben der Demokratie einen großen Dienst erwiesen.“

Wahlzentrum, Ort der Stimmauszählung und Stätte der Ergebnisverkündung war die Aula des Meret-Oppenheim-Schulzentrums, gleich hinter dem Rathaus. Schon kurz vor Ende der Wahlzeit zeichnete sich ab, dass es eine sehr geringe Wahlbeteiligung geben würde. Zu diesem Zeitpunkt war die Eisdiele ein paar Meter weiter brechend voll, während im Schulzentrum noch Ruhe herrschte. Trotzdem ließ es sich der Musikverein Steinen nicht nehmen, schon mal ein Ständchen zum Besten zu geben.

Der Inhalt der Wahlurnen war überschaubar. Foto: Gerald Nill

Insgesamt waren 7943 Bürger in Steinen wahlberechtigt. Erstmals auch die Jungwähler ab 16 Jahren. Es gab elf Wahllokale, davon vier Wahlräume alleine im Schulzentrum.

Die Wahlhelfer hatten nicht allzu viel zu tun: Vergleichsweise wenige Steinener gaben ihre Stimme ab. Foto: Gerald Nill

„Auf dem richtigen Weg“

Pünktlich zur Schließung der Wahllokale um 18 Uhr erschien Amtsinhaber Gunther Braun im Schulzentrum. Auf die Frage zu seinen Chancen sagte er, er habe die Wahl nicht auf die leichte Schulter genommen, „einen Häuserwahlkampf“ gemacht und persönlich Flyer an die Haushalte verteilt. „Ich habe dabei viele Gespräche geführt“, sagte Braun weiter. „Dabei war der Grundtenor, dass die momentane Politik auf dem richtigen Weg ist.“

Die Mitarbeiter aus dem Steinener Rathaus gratulierten ihrem alt-neuen Chef bei der Wahlparty mit Blumen und einem Transparent. Foto: Gerald Nill

Um 18.30 gab die Gemeinde ein erstes vorläufiges Ergebnis auf ihrer Homepage bekannt, das Braun als klaren Wahlsieger mit über 80 Prozent der Stimmen sah. Herausforderer Jürgen Walliser nahm es sportlich: „Ich kann mit dem Ergebnis leben. Erwartet hatte ich schon ein bisschen mehr“, sagte er in einem ersten Statement. Gegen 19 Uhr füllte sich das Schulfoyer. Die Freiwillige Feuerwehr sorgte dafür, dass niemand hungern musste und schleppte Weckle und Waie heran.

Probleme bei Auszählung

Um 19.15 Uhr trat Gemeindewahlausschussleiter Stephan Mohr ans Mikro und sagte: „Ich habe das Ergebnis noch nicht. Es gibt Rechnerprobleme.“ Wenige Minuten später dann konnte das Ergebnis doch verkündet werden.

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