Steinen Narren streben an die Macht

Steinen (os). Zahlreiche Hemdglunki verfolgten am Schmutzige Dunschdig die Amtsenthebung von Bürgermeister Gunther Braun. Schauplatz des Geschehens war das Rathaus, vor dem sich die Narrenschar versammelte.

Auf der Rathaustreppe erwartete erstmals Bürgermeister Gunther Braun die Hemdglunki. Dieter Volz und Jürgen Schlecht aus der Führungsriege der Narrenzunft Steinen-Höllstein nahmen den Bürgermeister in ihre Mitte, die Guggemusik der Höllsteiner Frösche-Clique intonierte den Narrenmarsch und vor einer schunkelnden Zuschauerkulisse sagte Dieter Volz, dass die Schlüsselübergabe das äußerer Zeichen dafür sei, dass die Narren bis Aschermittwoch in Steinen das Sagen haben werden. „De neu Burgi vo Hägelberg obe, wird gli wieder sinere Macht enthobe“, reimte Volz.

Wie nicht anders zu erwarten, hatte Gunther Braun keine Probleme mit dem sich abzeichnenden, kurzzeitigen Machtverlust, sondern machte sich, nachdem er den Rathausschlüssel übergeben und dafür ein Nachthemd samt Schlafmütze übergestreift bekommen hatte, seinen Reim auf das Steinener Fasnachtsmotto „Goht`s no“: „Liebe Narren, liebe Gäste, heute meine erste Entmachtung ist an diesem Fasnachtsfeste. Den Schlüssel geb` ich ab, jetzt halten andere den Gemeinderat auf Trab“, um mit einer Bitte zu enden: „Vertreibt in Steinen die bösen Geister, dann tu ich mich später leichter“.

Dieter Volz verlas noch die närrischen Gesetze, danach zogen die Hemdglunki zum Marktplatz. Dort fand anschließend ein Guggekonzert statt. Die Bewirtung erfolgte durch die Gemeinderäte der Gemeinde Steinen. Der Erlös wird für einen guten Zweck verwendet.

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