Steinen Partyservice-Unternehmer und gastronomischer Trendsetter

Markgräfler Tagblatt, 19.06.2017 23:00 Uhr

Steinen (os). Leidenschaftlicher Koch und Geflügelzüchter, Unternehmer mit Weitblick und dem Sinn fürs Trendige - der Partyservice-Unternehmer und aktive Kleintierzüchter Wilfried Langehein aus Steinen feiert heute seinen 70. Geburtstag.

Geboren wurde der Jubilar am 20. Juni 1947 in Wierthe bei Braunschweig. Die Familie zog Anfang der 50er Jahre nach Uslar an der Weser, wo Wilfried Langehein die Grundschule absolvierte. Der Stiefvater zog aus beruflichen Gründen mit der Familie, zu der vier Stiefgeschwister des Jubilars zählten, zuerst nach Renchen bei Offenburg und dann Ende der 50er Jahre nach Lörrach. Hier beendete Wilfried Langehein die Schule, lernte dann im damaligen „Hirschen“ beim weithin bekannten Gastronomen Fritz Binoth Koch.

Nach der Kochlehre hängte der junge Mann noch eine Metzger-Ausbildung an, und nach der Bundeswehrzeit wurde er in Lörrach Geschäftsführer des ebenfalls in Besitz der Familie Binoth befindlichen Restaurants „Eintracht“.

Ein gastronomischer Trendsetter war Wilfried Langehein im Dreiländereck Anfang der 70er Jahre, als er sich mit einem Partyservice selbstständig machte. Das war 1972 etwas Außergewöhnliches, erzählt ­Langehein. Bereits 1974 zog er mit Betrieb und Familie nach Steinen um. Den Partyservice mit „Essen auf Rädern“ für alte und bedürftige Menschen baute Wilfried Langehein in Steinen und in der Daimler­straße kontinuierlich auf und aus. Rund 30 Mitarbeiter beschäftigte er; private Feiern gestaltete er kulinarisch, vor allem aber Firmen, Unternehmen und Behörden nutzten die Frische-Menüs aus Steinen zur Verköstigung ihrer Mitarbeiter.

Der Großraum Lörrach / Weil am Rhein, das Wiesental bis Todtnau, der Hochrhein bis Laufenburg und zeitweise auch der Freiburger Raum waren das Einzugsgebiet von Langeheins „Frische-Menü-Service“, so die Firmenbezeichnung. Bis zu 5000 Essen stellte man in der Daimlerstraße täglich her und lieferte sie aus, erzählt Wilfried Langehein nicht ohne Stolz. Auch in den Betrieb von Schulmensen stieg Lange­hein ein. 40 Jahre lang führte er in Steinen den Betrieb; gesundheitliche Gründe machten dann 2014 den Verkauf an einen Freiburger Partyservice-Unternehmer nötig.

Die Familie lebte nach den Anfangsjahren in der Scheffelstraße im Eigenheim am Bannweg, wo Wilfried Lange­hein immer noch daheim ist. Neben dem Beruf galt die ganze Leidenschaft von Wilfried Langehein der Geflügelzucht. Seit Kindesbeinen züchtet und hält er Geflügel aller Art. Lange Jahre war er Mitglied im Kleintierzuchtverein C 275 Steinen-Höllstein. Als man dort die Geflügelzucht einstellte, schloss sich Langehein dem Geflügelzuchtverein C 201 Weil am Rhein an. Dort hat er nach wie vor seine Tiere untergebracht und pflegt sie bei täglichen Besuchen. Wilfried Langehein war bis voriges Jahr und 18 Jahre lang dazu Vorsitzender des Kreisverbands Oberrhein im Verband Badischer Rassegeflügelzüchter.

Langeheins Ehefrau verstarb vor einigen Jahren; der Sohn und die Tochter leben mit den fünf Enkeln in der Region, und mit seiner Lebenspartnerin macht der Jubilar gerne Urlaub mit dem Wohnmobil. So auch am heutigen 70. Geburtstag, den man in südlichen Gefilden feiert.