Steinen Politische und kommunikative Person

Almut Steyer, Ortsvorsteherin in Schlächenhaus. Foto: zVg Foto: Markgräfler Tagblatt

Steinen-Schlächtenhaus (hf). Vom Ortschaftsrat gewählt, vom Gemeinderat bestätigt und vom Bürgermeister verpflichtet, sind in Steinen vier Ortsvorsteherin und ein Ortsvorsteher im Amt. In einer Serie stellen wir sie vor. Heute: Almut Steyer, Ortsvorsteherin von Schlächtenhaus.

Seit Mai ist Almut Steyer Ortsvorsteherin in Schlächtenhaus. Als sich Amtsinhaber Heinrich Stiefvater nicht mehr zur Wahl stellte und kein Bewerber für die Nachfolge finden ließ, entschied sich die frühere Verwaltungsfachkraft der Ortsverwaltung, dieses Amt zum Wohl ihres Dorfes zu übernehmen. Almut Steyer versteht sich als zutiefst politischer Mensch mit außergewöhnlichen kommunikativen Fähigkeiten, die ihr in ihrer neuen Funktion zu Gute kommen.

Seit diesem Jahr gehört die neue Ortsvorsteherin auch dem Gemeinderat in Steinen als Fraktionsmitglied der SPD an. „Die Mehrfachbelastung als berufstätige Hausfrau und Mutter, als Mitglied des Gemeinderats und als Ortsvorsteherin macht mir schon bisweilen Herzklopfen“, erklärt die studierte Historikerin und Germanistin im Gespräch, „aber als tief im Dorf verwurzelte Bürgerin war es für mich keine Frage, mich stark für die Interessen meiner Mitbürger einzubringen.“

Als stärkste Verantwortung empfindet die Ortsvorsteherin die Herausforderung, das Miteinander zwischen der Gemeinde und den Ortsteilen zu verbessern und zu stärken. „Denn trotz der schwierigen Lage der Gemeinde müssen wir große Fragen lösen“, beschreibt Almut Steyer ihr Programm. „Da ist einmal der Breitbandausbau, der immer noch nicht abgeschlossen ist, die fehlenden Möglichkeiten für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für Menschen, die in Schlächtenhaus eine neue Heimat finden wollen, sowie der angestrebte Fußweg von der zur Hofener Kirche.“ Für all diese Themen will sich die Ortsvorsteherin zusammen mit dem Ortschaftsrat einsetzen.

Nach ihren konkreten Planungen für die Amtsperiode gefragt, zögert Almut Steyer ein wenig. „Ich habe in den letzten Jahren gelernt, dass man sorgsam planen kann. Und trotzdem kommen dann neue Themen von außen, um die man sich kümmern muss, und die noch nicht im Plan waren. Da muss man flexibel und pragmatisch zum Wohl der Bürger reagieren. Und ich trau` mir zu, zusammen mit meinen Ortschaftsrats-Kollegen und dem Rückhalt der Gemeinde eine zurückhaltende Ortschafts-Politik zu machen, die auch den Erwartungen der Bürger entspricht.“

Auch für die anstehenden Diskussionen über die Mittelanmeldung für das kommende Haushaltsjahr hat die Ortsvorsteherin relativ konkrete Vorstellungen. Bemühungen um Mittel für eine Verbesserung des Schrohmühlenwegs will sie nicht weiter forcieren. „Der Antrag ist schon mehrfach abgelehnt oder verschoben worden. Da der Weg teilweise über Privatgrund führt, ist er schwer realisierbar. Das Projekt werden wir als ‚Erinnerungsposten’ in unserer Liste behalten, auch wenn wir nicht erwarten, dass sich hier kurzfristig eine Lösung ergeben wird.“ Viel wichtiger erscheint der Ortsvorsteherin eine Lösung für den Breitbandausbau, der zügig zu Ende gebracht werden soll. Wie überhaupt die Verbindung zwischen den Ortsteilen und der Gemeinde Steinen verbesserungswürdig ist. Das betrifft die Kommunikationslösungen wie auch die verkehrstechnische Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Ein Herzensanliegen ist Almut Steyer die Schaffung einer Fußweg-Verbindung zwischen der Halle in Schlächtenhaus und der Hofener Kirche.

Was ihre künftige Arbeit als Ortsvorsteherin angeht, so lobt Almut Steyer das gute Verhältnis zwischen der Steinener Verwaltung und den Verwaltungen in den Ortsteilen. Besonders das Verhältnis zwischen dem „Starke-Mädels-Club“ aus Weitenau, Hägelberg, Endenburg und Schlächtenhaus“ funktioniere hervorragend und erleichtere die Abstimmung zwischen diesen Ortsteilen und der Gemeinde Steinen ungemein. Almut Steyer ist sicher, dass sich die Zusammenarbeit mit dem neuen Ortsvorsteher aus Hüsingen ebenso problemlos gestalten wird.

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