Steinen Starker Beitrag gegen die Vermüllung

Bei herrlichem Wetter waren viele Steinener am Samstag als Wiese-Säuberer unterwegs.                                                                                                                                                                                                                                                                                                          Foto: Ralph Lacher Foto: Markgräfler Tagblatt

Steinen (os). Der Rhein und einige Nebenflüsse wurden in einem „Clean Up“ von der Quelle bis zur Mündung an seinen Ufern vom Müll befreit. Mehr als 35 000 Menschen haben sich daran beteiligt und über 320 Tonnen Müll zusammengetragen, teilt die die Aktion auch in diesem Jahr koordinierende Basler Umweltschutzorganisation „Rhein Clean Up“ mit.

Auch in Steinen waren, natürlich nicht am Rhein, aber an dessen Nebenfluss Wiese, „Saubermänner, -frauen und -kinder“ unterwegs, um nicht nur einen Beitrag gegen die Vermüllung der Wiese und des Rheins, sondern auch der Nordsee zu leisten. Denn dort, so sagte die die Steinener Aktion erstmals leitende Petra Göhl, lande der Unrat aus dem Wiesental als Mikroplastik-Müll.

Von Petra Göhl war auch zu erfahren, dass man im letzten Jahr durch Helen Hughes und das Team der Agenda-Gruppe „Plastikfrei in Steinen“ mit der Wiese-Säuberung begonnen hatte. Zuerst im Frühjahr in Eigenregie, dann im September beim 2019er Rhine Clean Up, so die Organisatorin. Sie war nicht nur von der erstmaligen Unterstützung durch die Gemeinde und den Werkhof, der für den Abtransport und die Entsorgung des eingesammelten Unrats sorgte, begeistert, sondern vor allem von der starken Beteiligung aus der Steinener Bürgerschaft.

„Es hat sich ein überwältigendes Team aus 35 Erwachsenen und 20 Kindern zusammengefunden. Unter anderem war der FC Steinen-Höllstein mit einigen Trainern und Jugendspielern am Start“, freute sich Petra Göhl. Sie teilte die Teilnehmer in zwei Fahrradtrupps und vier Fußgänger-Gruppen ein. Die Fahrradtrupps konnten jeweils in Richtung Maulburg und Lörrach ausströmen, um die Säuberung der Wiese an der oberen und unteren Gemarkungsgrenze in Angriff zu nehmen.

Die Fußtrupps starteten an der großen Wiesebrücke in Steinen auf beiden Seiten flussauf- und flussabwärts. Aufgrund der vielen Teilnehmer konnte sogar in zweiter Reihe die Wiesenstraße mitsamt Bahnhofstraße und Bahnhofsparkplatz gesäubert werden. Neben kuriosen Funden und etlichen prallvollen Müllsäcken wurde eine Gruppe sogar zu Tierrettern: Sie entdeckte eine im Fluss treibende Tasche, in der sich ein kleiner, lebender Hund befand. Er wurde wohlbehalten an das Tierheim in Hauingen übergeben (wir berichteten).

„Für die Zukunft wollen wir an dieser Basis anknüpfen und zusammen mit dem Team von Rhine Cleanup viele neue Ideen ausbauen“, sagte Petra Göhl. Es sollen weitere Gemeinden entlang der Wiese in Richtung deren Quelle am Feldberg für dieses Projekt begeistert werden.

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