Steinen Trompetensolo mit langer Tradition

Vera Winter
Roland Richwalsky bläst bei der Eingangstür zur Kirche „Ich hatt’ einen Kameraden“. Foto: Vera Winter

Von Vera Winter

Steinen-Hüsingen. Eine besondere Ehrung hat Roland Richwalsky erfahren. Er wurde für 50 Jahre Trompetensolo beim Volkstrauertag geehrt.

Mit Weihnachtsliedern fing es an

Vor 50 Jahren fragte der damalige Bürgermeister Karl Bechtel, ob Richwalsky beim Volkstrauertag das Lied „Ich hatt’ einen Kameraden“ spielen möchte. Bereits einige Jahre lang spielte dieser damals mit weiteren Jugendlichen zu Heiligabend an verschiedenen Stellen in Hüsingen Weihnachtslieder zum Mitsingen.

Der Vierzehnjährige sagte stolz zu und seither wird er alljährlich von den Ortsvorstehern gefragt, „Machsch’ es dies Johr wieder?“. Da gibt es nie ein „Nein“. Die ersten beiden Jahre stand er zusammen mit Christian Strütt aus Höllstein unten an der Treppe zur Kirche, danach immer alleine an der Eingangstür mit Blick zum Mahnmal beim Kriegerdenkmal. Dort legte auch dieses Jahr Ortsvorsteher Jürgen Schäfer den Kranz nieder, während Richwalsky wie jedes Jahr spielte.

Seine Mutter erinnert sich: „Scho als chleine Bueb het de Roland gseit, ich spiel mol Trompete.“ Mit neun Jahren erlernte er beim Musikverein Steinen das Trompetenspielen, wo auch sein Vater Samuel, ehemaliger „Pöstler“ von Hüsingen, musizierte. Bei den Dinkelberger Musikanten, wo er neben der Trompete auch seine Stimme bei Soloeinsätzen hören lässt, ist er noch heute aktiver Musiker.

Hornsignal für Feuerwehrübungen

Viele Jahre rief er auch als aktiver Feuerwehrmann und Hornist seine Kameraden zu den Übungen auf. Mit einer Urkunde und dem schönen Text: „Die Einwohnerschaft und der Ortschaftsrat danken für 50 Jahre Trompetensolo am Volkstrauertag in Hüsingen“ dankte Ortsvorsteher Schäfer dem treuen Solisten, der spontanen Applaus der Besucher erhielt. Und er sagte zu, dass er weiterhin gerne das Solo beim Volkstrauertag spielt.

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