Steinen Wehr hat Rückhalt, den sie braucht

Die Generalversammlung der Gesamtwehr Steinen bildete auch den Rahmen für Ehrungen. Unser Bild zeigt: (von links) Geamtkommandant Walter Bachmann, Stefan Mazur (25 Jahre), Pasqual Gottschalk (25 Jahre), Hanspeter Glaser (40 Jahre), Karl Stock (40 Jahre), Werner Brendle (40 Jahre) und Bürgermeister Gunther Braun und den stellvertretenden Kreisbrandmeisster Dietmar Fink. Auf dem Foto fehlen Martin Kuttler (25 Jahre) und Rainer Trost (40 Jahre). Foto: Heiner Fabry Foto: Markgräfler Tagblatt

Von Heiner Fabry

Viel Lob und Anerkennung erhielt Gesamtkommandant Walter Bachmann an der Hauptversammlung der Gesamtwehr Steinen für sein erstes Amtsjahr.

Steinen. Mit 90 Einsätzen im Jahr 2016 bewältigte die Feuerwehr Steinen „ein sehr arbeitsreiches Jahr“, hieß es im Bericht des Kommandos. Der Übergang von Hildolf Schwald zu Walter Bachmann verlief reibungslos. Und auch für die Zukunft konnte Walter Bachmann Positives vermelden. Der Abwärtstrend bei der Zahl der aktiven Feuerwehrleute scheint gestoppt, die Jugendfeuerwehr entwickelt sich prächtig, die 2005 beschlossenen Maßnahmen aus dem von Alt-Bürgermeister Rainer König, dem Gemeinderat und dem damaligen Gesamtkommandanten Hildolf Schwald auf den Weg gebrachten „Szenario 2017“ werden 2018 alle durchgeführt sein. In seinem Grußwort versicherte Bürgermeister Gunther Braun, er werde die Unterstützung der Feuerwehr so fortsetzen, wie sie in den vergangenen 16 Jahren angelegt und entwickelt wurde.

Das Einsatzjahr 2016 war „arbeitsreich und anstrengend“, hieß es im Bericht des Kommandos, der von Walter Bachmann und seinem Stellvertreter Michael Lauer vorgetragen wurde. Bei 15 Bränden und 59 technischen Hilfeleistungen (Verkehrsunfälle und Personenrettungen) konnten im vergangenen Jahr 13 Personen gerettet werden. Leider kam für fünf Personen jede Hilfe zu spät. Besondere Erwähnung bei den Einsätzen fand der Unfall eines Löschfahrzeugs der Abteilung Steinen (wir berichteten mehrfach).

Im Juni hatte die Feuerwehr nach Gewitter und Starkregen mit einer Überflutung im Ortsteil Weitenau zu kämpfen. 93 Einsatzkräfte aus Feuerwehr, THW und dem Werkhof Steinen kämpften an 32 Einsatzstellen im Ortsgebiet gegen die Fluten. Hinzu kamen mehrere schwere Verkehrsunfälle, bei denen zwei Todesopfer zu beklagen waren.

Mit 360 aktiven Feuerwehrleuten scheint der Abwärtstrend bei den Aktiven gestoppt, hieß es im Bericht von Michael Lauer. Trotzdem richtete er einen eindringlichen Appell an die Kameraden, der Mitgliederwerbung für die Jugendfeuerwehr uneingeschränkte Aufmerksamkeit zu schenken.

In seinem Teil des Berichtes konnte Walter Bachmann melden, dass der für 2016 eingegebene Ergebnis- wie auch der Investitionshaushalt komplett abgewickelt werden konnte. „Die Gespräche in Bezug auf die Ersatzbeschaffung des verunfallten Löschfahrzeugs in Verwaltung und Gemeinderat haben mir gezeigt, dass die Feuerwehr den Rückhalt hat, den sie braucht, um effektiv und professionell arbeiten zu können“, stellte der Kommandant zufrieden fest. Besonders erwähnte Walter Bachmann das neue Gerätehaus für die Abteilung Höllstein. Hier richtete der Kommandant seinen großen Dank an Abteilungskommandant Helmut Greßlin und dessen Abteilung für den großen Einsatzwillen.

Im Jahresbericht der Jugendfeuerwehr hatte Jugendwart Kai-Uwe Krieg berichten können, dass die Jugendwehr in Steinen mit 54 Mitgliedern (42 Jungen und zwölf Mädchen) die viertgrößte Jugendabteilung im Landkreis ist. Bei den Wettbewerben um die Leistungsspange konnte eine Mannschaft aus verschiedenen Ortsgruppen den ersten Platz belegen. Beim Pokalwettkampf errangen die jüngsten Mitglieder jeweils einen guten vierten und siebten Platz. Besondere Erwähnung fand im Jahresrückblick das dreitägige Zeltlager in der Partnergemeinde Cornimont.

Zum Schluss bedankte sich Walter Bachmann bei Bürgermeister Gunther Braun, dem Gemeinderat und den Mitarbeitern der Verwaltung für die konstruktive Unterstützung. Ein besonderer Dank galt seinem Amtsvorgänger Hildolf Schwald für dessen Zurückhaltung, Unterstützung, Tipps und Gespräche: „Lieber Hildolf, das war gut so.“

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