Steinen Zeigen, dass es eine Zukunft gibt

Im Baugebiet „Alte Weberei“ errichtet die AB-Gemeinde ihr neues Gemeindezentrum. Foto: Ralph Lacher

Steinen - Die Planungen für ein Gemeindehaus mit multifunktionalem Charakter sind bei der AB-Gemeinde weit fortgeschritten.

Der Gemeinderat hat das Projekt, das auf dem Areal der Alten Weberei realisiert werden soll, genehmigt. Da aufgrund der Corona-Pandemie keine Informationsveranstaltung durchführbar war, bei der man das neue Begegnungszentrum mit Kindergarten hätte vorstellen können, hatdie AB-Gemeinde eine Bürgerinformation erstellt und diese an über 4000 Haushalte in Steinen, Höllstein, Hüsingen, Hägelberg und Teilen von Maulburg verteilt.

Bewusst hat sich die Leitung der AB-Gemeinde dafür entschieden, dieses Projekt trotz der Pandemie konsequent weiter zu verfolgen. „Wir wollen Hoffnung vermitteln und zeigen, dass es eine Zukunft gibt,“ so Pastor David Grau.

Zu Beginn der Finanzkrise, 2008 habe die AB-Gemeinde ihren letzten Bau errichtet. Das sei auch damals ein mutiger Schritt gewesen, weil viele verunsichert gewesen seien, so Grau. Es habe sich aber gelohnt. Und: „Die Vorbereitungen für die Zukunft müssen jetzt getroffen werden.“

„Die gemeinsame Infrastruktur bringt Menschen zusammen. Sie fördert spontane Begegnungen, aus denen wertvolle Beziehungen wachsen können“, heißt es in der Informationsbroschüre. Darin findet sich eine Ansicht des geplanten Gebäudes und die Aussage, dass das Wiesental mit diesem Gebäude ein ganz besonderes Zentrum erhält. Und es wird auf die verschiedenen Angebote der AB-Gemeinde, übrigens Teil der evangelischen Landeskirche, hingewiesen.

Alles in einem Zentrum bündeln

Bisher nutzt die AB-Gemeinde drei Gebäude für ihre Arbeit. Zukünftig soll alles in einem Zentrum gebündelt werden. „Mit einer wachsenden Gemeinde sind wir an den Kapazitätsgrenzen angelangt. Allein durch viele Geburten hatten wir einen deutlichen Zuwachs. Um in Zukunft weiteren Menschen Platz zu bieten, benötigen wir einen Saal für 200 Personen, um Begegnung zu ermöglichen, ein großes Foyer und für die wachsende Zahl von Kindergruppen Gruppenräume.

Hinzu kommen ein Büro für unsere Mitarbeiter sowie Lagerflächen und ein bis zwei Wohnungen für unser Personal“, heißt es auf der Internetseite der AB-Gemeinde zu dem Projekt.

Herzstück wird das Foyer sein. Begegnung wird hier gefördert durch moderne Sitzecken, eine Kaffeebar, einen Spielturm für Kinder, einen Infopoint und vieles mehr. Das Foyer bietet den Zugang zu allen Gebäudeteilen und wird somit zum Ort spontaner Begegnung. Gleichzeitig kann es auch als Veranstaltungsraum genutzt werden.

Der Neubau soll einen Kindergarten ebenso beherbergen wie Krabbel- und Kindergruppen, einen Jugend und einen Seniorentreff, ein Café sowie ein Tagungszentrum, das Platz für rund 230 Menschen bietet und das vermietet werden könnte.

Es ist mehr als ein Veranstaltungszentrum

„Es ist mehr als ein Veranstaltungszentrum“, heißt es mit dem Hinweis, dass die AB-Gemeinde noch Räume zu vermieten hat.

Ins Boot geholt hat die AB-Gemeinde für die Bürgerinformation auch Persönlichkeiten wie Bürgermeister Gunther Braun („Mit diesem Projekt bestätigt die AB-Gemeinde den hohen Wert ihrer wichtigen Arbeit“), Bernd Vosskuhl („Für Steinen ein Leuchtturmprojekt“) oder Dirk Zumkeller („Ein genialer Schritt für die weitere Entwicklung von Steinen“).

Das genaue Kostenvolumen steht noch nicht fest. Je nach Größe und Ausstattung handelt es sich dabei um Baukosten von 4,4 bis 5,9 Millionen Euro. Als Grundkapital kann die AB-Gemeinde eventuell einen Teil ihrer rer bisher genutzten Gebäude verkaufen.

Dass das Projekt ein auch finanzieller Kraftakt für die AB-Gemeinde ist, wird nicht verschwiegen. „Wir benötigen jeden Monat rund 5000 Euro Spenden, um dieses Projekt zu realisieren. Aktuell erreichen uns bereits 2300 Euro pro Monat. Jede Spende hilft“, so die AB-Verantwortlichen.

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