Tannenkirch Dachstuhl stand in Flammen

ag , aktualisiert am 20.12.2021 - 09:10 Uhr

Der Dachstuhl eines älteren Gebäudes in Tannenkirch stand lichterloh im Flammen, als die Feuerwehr am Sonntagabend nach der Alarmierung um 19.20 Uhr am Einsatzort eintraf. Eine Stunde später stiegen noch immer dichte Rauchschwaden aus dem Haus empor. Der Einsatz war noch in vollem Gang.

Schon bei der Anfahrt wurde die Gefahrenlage hochgestuft, wie Michael Raab von der Kanderner Feuerwehr vor Ort berichtet. Es handelte sich um ein bewohntes Gebäude. Eine Person erlitt eine Rauchgasvergiftung und wurde ins Krankenhaus gebracht. Die anderen vier Bewohner konnten noch am selben Abend in einer nahe gelegenen Ferienwohnung untergebracht werden, wie zu erfahren war.

Aus Lörrach wurde der Gerätewagen Atemschutz, die Drehleiter und ein Tanklöschfahrzeug nachgefordert. Bereits im Einsatz waren da fünf  Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Kandern ­- Stadt, Tannenkirch, Holzen, Wollbach und Feuerbach - unter anderem mit der Drehleiter und einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug. 90 Einsatzkräfte und 15 Fahrzeuge waren vor Ort. Die Einsatzleitung hatte Kommandant Günter Lenke.

Regelmäßige Lagebesprechungen waren für die Brandbekämpfung notwendig, letztlich auch um die Einsatzkräfte zu koordinieren. Das Wasser wurde aus den Hydranten geholt und aus dem Tannenkircher Löschweiher gepumpt, zu dem mit Hilfe des Gerätewagens eine Leitung gelegt wurde. Die Brandbekämpfung erfolgte innen und außen am Gebäude sowie über die beiden Drehleitern. Auch Atemschutztrupps waren im Einsatz.   

Vor Ort waren Mitarbeiter des Stromversorgers Energiedienst. Zeitweise waren auch die Häuser in der unmittelbaren Nachbarschaft vom Stromnetz abgehängt. Für die Verpflegung der Einsatzkräfte sorgte das örtliche DRK unter anderem mit Erbsensuppe. Auch Polizei, Wassermeister, Kreisbrandmeister Uwe Häubner, die Kandernder Bürgermeisterin Simone Penner und das THW waren vor Ort.

Noch am selben Abend stand fest, dass das Haus nicht mehr bewohnbar ist. Der Schaden wird auf etwa 600.000 Euro geschätzt. Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

  • Bewertung
    17

Umfrage

e64ef5d6-6fd7-11ec-9ca8-1335ebb5fb94.jpg

Die Narrengilde Lörrach will ihren Fasnachtsumzug und die Gugge-Explosion coronabedingt in den Juni verlegen. Was halten Sie davon?

Ergebnis anzeigen
loading