Tischtennis Kräfte und Stärken bündeln

Die Vertreter der geehrten Tischtennis-Vereine bei den Erwachsenen. Foto: Franziska Schwarz

Rheinfelden-Eichsel - „Ein Land – ein Verband“, proklamierte Horst Haferkamp, Präsident des Südbadischen Tischtennisverbands (STTV), beim jüngsten Bezirkstag des Tischtennisbezirks Oberrhein. Die geplante Fusion mit dem badischen und dem württembergischen Tischtennisverband stand im Fokus des Treffens aller Vereinsvertreter aus dem Bezirk.

Seit mehreren Jahren steht die Idee im Raum, die drei Tischtennisverbände in Baden-Württemberg zu einem großen Verband zusammenzufassen. Die sinkende Zahl an Spielern als auch an Ehrenamtlichen stellt die Zukunft der drei separaten Landesverbände in Frage.

Durch eine Fusion könnten die Kräfte gebündelt werden, sagte Haferkamp. Besonders im Bereich der Sportentwicklung sei der Südbadische Tischtennisverband durch seine mit nur einer Person besetzte Geschäftsstelle personell nicht in der Lage gewesen, die Vielzahl an Angeboten zu erbringen, die ein großer Landesverband anbieten könnte.

Über eben diese Angebote zur Sportentwicklung referierte Chris Kratzenstein, der extra aus Württemberg angereist war. Der Ressortleiter click-TT des Tischtennisverbands Württemberg-Hohenzollern (TTVWH) regte alle Vereine dazu an, Gebrauch von den vielfältigen Angeboten zu machen. Das neue Angebot „Junior-Assistent im Verein“ hob er dabei besonders hervor. Es ermöglicht Jugendlichen von zwölf bis 15 Jahren, in die Trainer- und Funktionstätigkeit einzusteigen, während sie noch zu jung für Trainerausbildungen sind.

Die Sportentwicklungsangebote von Tischtennis Baden-Württemberg sowie die Zeit und Kompetenz der fünf hauptamtlichen Mitarbeiter in der Geschäftsstelle in Stuttgart nutzen zu können, sieht Haferkamp als einen großen Vorteil der geplanten Fusion. Auch finanziell profitierten die Vereine und Bezirke von einer Verschmelzung, so der Präsident des STTV.

Sportlich ändere sich durch die Fusion indes nicht viel, erklärte Klaus Scherzinger, Vizepräsident Erwachsenensport beim STTV. Die mehr als 1200 Vereine würden in 30 Bezirke und sechs Regionen unterteilt. Eine dieser Regionen decke den bisherigen südbadischen Verband ab.

Der Spielklassenaufbau bleibe auf Bezirksebene identisch. Auf Verbandsebene gebe es anstatt wie bisher drei Spielklassen nach einer erfolgreichen Fusion vier Spielklassen. Zu den baden-württembergischen Einzelmeisterschaften würden zusätzlich zu den Vornominierten zwei Spieler und zwei Spielerinnen aus jedem Bezirk zugelassen, erklärte Scherzinger.

Voraussetzung für all diese Veränderungen ist aber, dass 80 Prozent der Vereine des STTV der Fusion beim Verbandstag am 29. Juni zustimmen. Württemberg und Südbaden stimmen außerdem darüber ab, ob im Falle einer Ablehnung durch Baden auch eine kleine Fusion zwischen den beiden Verbänden angestrebt werden soll. Haferkamp warb aktiv für die Bestätigung der Fusionsbestrebungen beim Verbandstag: Es sei „die einzige Sache, die uns in der Zukunft noch weiterbringt“, resümierte er.

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