Tischtennis Matchwinnerin Vivien Scholz

Toller Heimspiel-Einstand für Hana Arapovic: Sie gewinnt gegen Böblingen beide Einzel und das Doppel mit Viviebn Scholz.                                                                                                   Foto: Fotos: Grant Hubbs

Das war ein großartiger Auftritt . Im ersten Saisonheimspiel besiegte Damen-Bundesligist ESV Weil den SV Böblingen in der voll besetzten Sporthalle der Leopoldschule mit 6:4. Es war ein spektakuläres Match mit unglaublichen Ballwechseln.

Von Uli Nodler

Weil am Rhein. Beide Mannschaften traten nicht komplett an. Auf Seiten der Gastgeberinnen fehlte Die Nummer zwei Izabela Lupulesku. Die Serbin durfte wegen Visum-Formalitäten für die WM in den USA nicht ausreisen. Böblingen musste verletzungsbedingt ebenfalls auf die Nummer zwei Yuan-Xu Yanhua verzichten. Allerdings boten die Schwäbinnen mit Qianhong Gotsch die vielfache Deutsche Meisterin und mit dem erst 15-Jährigen Ausnahmetalent Annett Kaufmann zwei namhafte Spielerinnen auf.

Der ESV Weil startete furios, legte den Grundstein zum späteren Erfolg mit den beiden Doppelsiegen zum Auftakt. Schnell fertig war das Weiler Einser-Doppel mit Polina Trifonova/Ievgeniia Sozoniuk. Nachdem sie den ersten Satz noch abgegeben hatten, holten sie im Schnelldurchgang den ersten Siegpunkt, schlugen Mitsuki Yoshida/Alexandra Kaufmann mit 3:1.

Spektakulär wurde es dann im Zweier-Doppel. ESV-Neuzugang Hana Arapovic/Vivien Scholz und Gotsch/Kaufmann lieferten sich einen tollen Fight, den die beiden Weilerinnen am Ende ebenfalls mit 3:1-Sätzen gewannen. Die ersten drei Durchgänge endeten jeweils mit 14:12. Zwei Sätze gewannen die Weilerinnen, einen das Böblinger Duo. Im vierten Satz machten dann Arapovic/Scholz kurzen Prozess, siegten mit 11:5.

Im vorderen Paarkreuz wuchs anschließend Sozoniuk über sich hinaus, bezwang Böblingens Spitzenspielerin und Abwehrkünstlerin Gotsch mit 3:2-Sätzen, nachdem die Ukrainerin nach Sätzen schon 0:2 im Rückstand gelegen hatte. Dagegen war Weils Nummer eins gegen Annett Kaufmann nahezu chancenlos, verlor gegen die junge Deutsche, die unlängst mit Deutschland Team-Europameister wurde, mit 1:3-Sätzen.

Anschließend fertigte Hana Arapovic Annett Kaufmanns ältere Schwester Alexandra glatt in drei Sätzen ab und der ESV Weil führte 4:1. Doch Böblingenglich durch die Siege von Yoshida (3:2 gegen Scholz), Gotsch (3:2 gegen Trifonova und Annett Kaufmann (3:0 gegen Sozoniuk zum 4:4 aus.

Anschließend sichert zunächst einmal Arapovic mit dem 3:0-Satzsieg gegen Yoshida das Remis. Und dann wurde es dramatisch. Vivien Scholz lag gegen Alexandra Kaufmann mit 0:2-Sätzen zurück. Der Heimsieg schien futsch. Doch die junge Brandenburgerin zeigte unglaubliche Nehmerqualitäten, kämpfte sich zurück und schlug die entnervte Kaufmann in fünf Sätze und machte den 6:4-Heimsieg perfekt.

Doppel: Trifonova/Sozoniuk – Yoshida/Alexandra Kaufmann 8:11, 11:1, 11:4, 11:8: Arapovic/Scholz – Gotsch/Annett Kaufmann 14:12, 12:14, 14:12, 11:5. Einzel: Trifonova – Annett Kaufmann 5:11, 11:7, 3:11, 7:11; Sozoniuk – Gotsch 6:11, 9:11, 11:8, 11:7, 11:8; Arapovic – Kaufmann 11:6, 11:4, 11:6; Scholz – Yoshida 11:2, 10:12, 11:8, 3:11, Trifonova – Gotsch 3:11, 5:11, 11:7, 12:10, 7:11; Arapovic – Yoshida 11:7, 12:10, 11:8; Scholz – Alexandra Kaufmann 9:11, 9:11, 11:7, 11:6, 11:5.

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