Tischtennis „Nach der Saison ist vor der Saison“

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ESV-Spielerin Vivien Scholz steht auch in der kommenden Saison wieder für den Halbfinalisten aus dem Dreiländereck an der Platte. Foto: Michael Hundt

Vivien Scholz spielt erfolgreich in der Tischtennis-Bundesligamannschaft des ESV Weil. Zum zweiten Mal in Folge hat sie mit ihrem Team das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft erreicht. Ihre Erfahrungen und Erlebnisse hat sie für uns zu Papier gebracht.

Weil am Rhein. „Nach der Saison ist vor der Saison.“ Dieses Motto hat unser Sportlicher Leiter Serge Spiess uns noch am Tag des letzten Spieles humorvoll eingetrichtert. Und er hat recht damit. Im Sommer trainieren wir viel, um in der nächsten Saison gut mit von der Partie zu sein. Denn in einem sind wir uns alle einig: Die Liga wird nächste Saison noch stärker werden.

So hat sich beispielsweise der Pokalsieger DJK Kolbermoor mit Matilda Ekholm, einer schwedischen Abwehrkünstlerin, und Solomiya Brateyko, der aktuellen ukrainischen Meisterin, verstärkt. Der deutsche Vizemeister TSV Langstadt hat zusätzlich mit Wai Yam Minnie So eine Hongkong-Chinesin verpflichtet, welche bei den Olympischen Spielen in Tokyo im Team-Viertelfinale gegen Deutschland beide Punkte erzielte. Der TTC Weinheim holte gleich drei neue Spielerinnen mit ins Boot. Mit Yuan Wan aus Kolbermoor, Giorgia Piccolin aus Bingen und Mateja Jeger aus Schwabhausen konnten sehr spielstarke und gestandene Bundesligaspielerinnen verpflichtet werden, die sowohl international als auch in der deutschen Bundesliga Erfahrungen gesammelt haben.

Jenia Sozoniuk ist zusammen mit ihrer Tochter aufgrund des Krieges aus Kiew geflüchtet und lebt nun in Weil am Rhein in einer Wohnung gemeinsam mit ihrer besten ukrainischen Freundin. Sie trainiert den Sommer über in Weil und in der Schweiz und wird vorerst an keinen Wettkämpfen teilnehmen.

Polina Trifonovas Saisonpause beinhaltete ein ganz besonderes Highlight. Sie hat ihren langjährigen Freund Ivan in Bulgarien geheiratet und ist überglücklich.

Die ganze Vorbereitung und Planung haben natürlich viel Zeit in Anspruch genommen. Ab Juni möchte sie jedoch wieder voll durchstarten und entweder Tischtennis trainieren oder viel Zeit im Fitnessstudio verbringen. Sie wird auch an ein bis zwei internationalen Turnieren teilnehmen. Noch mehr bei Turnieren im Einsatz sein werden Hana Arapovic, Izi Lupulesku und ich.

Es gibt jede Menge WTT-Turniere, um Weltranglistenpunkte zu sammeln, wie in Kroatien, Slowenien, Tschechien, Tunesien oder Bulgarien. Zusätzlich dazu spielen Hana und Izi die Europameisterschaften in München, Izi noch ein Grand Smash und die Mittelmeerspiele sowie Hana die Jungendeuropameisterschaften.

Wir würden es uns sehr wünschen, in der nächsten Saison wieder bis in die Playoffs zu kommen und vielleicht, wie in den letzten Jahren, die eine oder andere Bundesliga-Mannschaft zu ärgern.

Was aber noch wichtiger ist, ist es, ein so gutes Team zu bleiben und uns gegenseitig weiterhin so stark zu unterstützen. Wir sind unglaublich dankbar für das große Engagement von unseren sportlichen Leitern Serge und Doris Spiess und auch für jedes einzelne Training, was wir mit unserem Coach Alen Kovac absolvieren dürfen. Nicht zu vergessen hoffen wir natürlich wieder, unsere Zuschauer in der Halle begrüßen zu dürfen, denn sie sind nicht nur eine große Unterstützung für uns, durch sie haben wir auch viel mehr Freude beim Spielen.

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