Todtnau Hängebrücke gut in die Natur einfügen

In Planung: Eine Hängebrücke im Bereich der Todtnauer Wasserfälle. Foto: Paul Berger

Todtnau - Nachdem der Gemeinderat zusammen mit den Ortschaftsräten aus Todtnauberg und Aftersteg mit klarer Mehrheit in Sachen Hängebrücke der punktuellen Änderung des Flächennutzungsplans einschließlich des Bebauungsplans zustimmte, ist eine weitere wichtige Hürde für das ehrgeizige Projekt, das Besuchern die Naturkulisse bei Todtnau aus einer völlig neuen Perspektive zugänglich machen soll, genommen.

Um die 450 Meter lange Hängebrücke über den Todtnauer Wasserfall so naturverträglich wie möglich zu gestalten, hatte sich nach einer Bürgeranhörung im vergangenen Jahr nun der Gemeinderat mit den für das Projekt notwendigen Vorgaben und Stellungnahmen zu befassen. Schließlich soll sich das geplante Bauwerk nicht nur optisch gut in seine natürliche Umgebung einfügen, zu berücksichtigen sind ebenfalls umfangreiche Vorgaben und Anregungen, wie sie in den Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange geäußert wurden.

Hierbei ging es um eine lange Liste mit einer Fülle von Stellungnahmen und Abwägungen, aber auch Auflagen und Vorgaben, die nach den Ausführungen von Projektleiter Roland Haag bereits zu Überarbeitungen der Planung der Brücke geführt haben. Punktuelle Änderungen gab es ebenfalls beim Flächennutzungsplan.

Die vorgesehene Brücke, die vom Parkplatz am Ortseingang Todtnaubergs über den Wasserfall hinweg zu einem gegenüberliegenden Wirtschaftsweg geplant ist, soll nach Haaks Ausführungen keine zusätzlichen Stützen erhalten, so dass mit Ausnahme der Brückenköpfe und Abspannpunkte keine weiteren Eingriffe ins bestehende Gelände vorgesehen sind. Auch seien mit Ausnahme eines Informations- und Technikgebäudes im westlich gelegenen Zugangsbereich, wo sich die Park- und Stellplätze befinden, keine weiteren Gebäude geplant, hieß es.

Fest steht: Der vorgesehene Standort der Brücke ist baulich als Außenbereich zu sehen und genießt keine Privilegierung, weshalb die Aufstellung eines Bebauungsplans erforderlich ist.

Um das zu erwartende erhöhte Besucheraufkommen möglichst reibungslos und gleichzeitig umweltverträglich zu ordnen, hat das Büro DWD parallel zum Bebauungsplan ein Verkehrskonzept ausgearbeitet. In dem Gutachten geht man davon aus, dass der Bedarf an Stellplätzen durch das bereits bestehende Parkplatzangebot gedeckt wird. Für die Bewältigung in Spitzenzeiten wird über die Einrichtung einen Shuttle-Busdienstes nachgedacht.

Ohne Zweifel stellt das Vorhaben einen nicht unerheblichen Eingriff in die Landschaft dar, weshalb Tristan Laubenstein von der Firma Umweltplanung Fritz & Grossmann ausführlich auf die umfangreichen Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange sowie der beteiligten Behörden einging. Dazu zählen neben einem hydrogeologischen Gutachten auch eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung sowie die Vorprüfung Natura 2000 für das FFH-Gebiet Hochschwarzwald Feldberg und das Bernauer Hochtal und nicht zuletzt auch eine Befreiung von der Naturparkverordnung des Naturparks Südschwarzwald.

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