Todtnau Trauer um Todtnauer Ehrenbürger

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Der Todtnauer Arzt Thomas Honeck ist überraschend verstorben. Foto: Archiv

Todtnau (pele). Trauer und Bestürzung herrschen in Todtnau, seit gestern die Nachricht die Runde machte, dass der Arzt Thomas Honeck in der Nacht auf Dienstag im Alter von 75 Jahren unerwartet verstorben ist. Die Stadt verliert ihren Ehrenbürger, die Bevölkerung einen engagierten Mitbürger, der sich über Jahrzehnte hinweg in vielfältiger Weise für die Belange der Menschen in Todtnau und im oberen Wiesental eingesetzt hat.

Erst im Juli diesen Jahres hatte die Stadt Todtnau dem in Furtwangen geborenen Mediziner die Ehrenbürgerwürde verliehen. Honeck hatte, begleitet von seiner Frau Ursula, im Jahr 1979 die Arztpraxis von Georg Schubart übernommen. War er anfangs noch allein als Arzt in der Praxis tätig, baute Thomas Honeck im Lauf der Jahre die medizinische Versorgung in Todtnau immer mehr aus, wobei er nach dem Umzug der Firma Zahoransky nach Geschwend 2005 im Stadtgebiet die passenden Räumlichkeiten für seine Aktivitäten fand. Es entstand das Gesundheitszentrum Todtnau (GTZ), in dem heute mehrere angestellte Teilhaber und eine wechselnde Anzahl Weiterbildungsassistenten arbeiten. Weitere Fachärzte verschiedener Richtungen wie Orthopädie oder Urologie kommen mehrmals im Monat ins Gesundheitszentrum. Im Jahr 2017 kam das Gesundheitszentrum in Schönau dazu. „Nun haben wir eine ärztliche Versorgung im oberen Wiesental, wie sie besser nicht sein könnte“, sagte Bürgermeister Andreas Wießner bei der Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Thomas Honeck im Juli. Die Gesundheitszentren wurden 2020 auch zu Corona-Schwerpunktpraxen umfunktioniert.

Die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum auf einem hohen Niveau sicherzustellen, empfand der Verstorbene als seine Aufgabe und seine Berufung. Die Patienten und die ihm anvertrauten Menschen standen bei ihm immer an erster Stelle, ob als Allgemeinmediziner, als Notarzt (bis 2001 war er der einzige im oberen Wiesental) oder als Mitglied beziehungsweise Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Todtnau. „Mein Beruf ist mein Hobby“, meinte Honeck einmal zu seiner bis ins fortgeschrittene Alter nicht nachlassenden Einsatzkraft.

Unterstützend war der Verstorbene auch immer in der von seiner Frau Ursula aufgebauten Organisation „Hilfe für Osteuropa“ tätig, die seit 30 Jahren existiert und in dieser Zeit unzählige Hilfsaktionen für die arme Bevölkerung in Rumänien und Moldawien durchgeführt hat. Auch in der Haiti-Hilfe war der Verstorbene engagiert.

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