Triple-Konzert in Schopfheimer Stadthalle 150 Musiker begeistern über Stunden

Gudrun Gehr
Die Stadtmusik Schopfheim mit Flügelhornist Philipp Grether überzeugte. Foto: Gudrun Gehr

Zum Frühlingskonzert hatte die Stadtmusik Schopfheim den Musikverein Wiechs und die Trachtenkapelle Simonswald eingeladen. Der Besucheransturm für das Triple-Konzert füllte die komplette Stadthalle.

Bei den drei Orchestern standen während knapp drei Stunden rund 150 Musiker auf der Bühne und begeisterten das Publikum hellauf. Dirigent Joachim Wendland teilte den Gästen mit, dass ein „Roter Faden“ von verschiedenen Kompositionen des Schopfheimers Markus Götz durch die Programme der Orchester führt. Götz befand sich unter den Besuchern und erhielt vom Publikum einen extra Applaus.

Stadtmusik Schopfheim

Bereits zum Start des Konzerts präsentierte sich der Musikverein Schopfheim mit Dirigent Joachim Wendland mit viel Spiellaune von seiner allerbesten Seite. „Die drei Orchester sind seit langem freundschaftlich verbunden,“ erklärte Vorsitzender Thomas Schulz bei der Begrüßung.

Die rund 40 Aktivmusiker aus Schopfheim starteten das bemerkenswerte Blasmusik-Ereignis mit dem Stück „Welcome“ von Toshio Mashima, mit eingängigen und temperamentvollen Rockkomponenten und starken Solopassagen. Das Orchester stellte damit gleich klar, auf welch hochklassigem Niveau es sich befindet.

Die „Serenade op. 22“ von Derek Bourgeois bewegte sich in anspruchsvollen elf Achtel-Takten, die dem Stück einen großen Reiz verschafften und zu einem furiosen Höhepunkt führten. Das Werk von Markus Götz „Trust in Music“ mit einem brillanten Flügelhornsolo von Philipp Grether begeisterte das Publikum, das sich mit Spontanapplaus bedankte. Hier stellte der Komponist im Rahmen eines starken Pop-Grooves sein Lieblingsinstrument, das Flügelhorn, in den Vordergrund und schuf eine eingängige Ballade.

Musikverein Wiechs

Dirigent Jörg Wendland erklärte die Entstehungsgeschichte des Triple-Konzerts: Die ersten Kontakte entstanden bereits vor Jahren am gemeinsamen Arbeitsplatz einiger Musiker beim Regierungspräsidium Freiburg. Jörg Wendland schmunzelte: „Diese RP-Connection führte dazu, dass bereits 2014 ein Doppelkonzert mit dem Musikverein Wiechs und den Simonswäldern erfolgte.“ Ein Jahr darauf erfolgte der Gegenbesuch des Orchesters in Simonswald anlässlich des Almabtriebfestes. Seitdem besuchen jährlich eine Handvoll Musiker aus Wiechs und auch der Vorstand der Schopfheimer, Thomas Schulz, den Almabtrieb in Simonswald.

Der Musikverein Wiechs Foto: Gudrun Gehr

Langsam reifte dann der Entschluss zum Triple-Konzert. Jörg Wendland berichtete ebenfalls, dass die Kompositionen von Markus Götz die meistgespielten Blasmusikstücke im Deutschen Raum seien. Neben grandios präsentierten Werken, die mit euphorischen Beifall der Gäste bedankt wurden, überzeugten die Wiechser auch mit dem Werk von Markus Götz „Mit der Kraft der Musik“. Dieses Werk entstand aus einer Auftragskomposition der Hebelstiftung Basel für die Hebelmusik Hausen. Der Komponist würdigte mit diesem Werk alle Musiker, die landauf landab ihre Freizeit der Musik widmen und auch noch zur Orchesterprobe gehen, wenn der lange Arbeitstag bereits erschöpfte. Großer Beifall belohnte das Wiechser Orchester.

Kapelle Simonswald

Als letzter Auftritt erklang von der Trachtenkapelle Simonswald auch Swing von Frank Sinatra oder Melodien des Musicals „The Beauty and the Beast.“ Die rund 60 Aktivmusiker waren in feschen traditionellen Trachten angereist.

Sofern das beim hohen Niveau der beiden Vorgänger noch möglich war, setzten die Simonswälder mit Dirigent Matthias Singler dem Konzert noch das „I-Tüpfelchen“ auf und sorgten für den krönenden Abschluss des Abends der Superlative.

Präsentiert wurde auch das Auftragswerk von Markus Götz „Wild und Ewig“, das die Gemeinde Simonswald im Verlauf der Wilden Gutach beschreibt und Bilder von rauschenden Tannen, wilden Gewässern, Kuckucksrufen oder tollen Ausblicken hervorruft. Dieses Werk wurde erstmals bei der letztjährigen 225-Jahrfeier der Simonswälder präsentiert.

Ohne Zugaben durften sich die Simonswälder nicht verabschieden und präsentierten zum Schluss fulminante und grandiose Zugaben.

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