Weil am Rhein 182 Wohnungen sollen entstehen

Weiler Zeitung

Von Siegfried Feuchter

Auch die Stadt Weil am Rhein will durch den Neubau von Wohnungen einen Beitrag leisten, die Wohnungsnot auf einem seit einigen Jahren angespannten Markt zu lindern. Zwei „spannende, anspruchsvolle Wohnbauprojekte“ mit insgesamt 182 Wohnungen stellten gestern Oberbürgermeister Wolfgang Dietz und Erster Bürgermeister Christoph Huber vor.

Weil am Rhein. Beide Vorhaben liegen im Gebiet „Hohe Straße“, das eine an der August-Bauer-Straße, das andere nördlich des Hieber-Markts an der Römerstraße im Bereich des Tulpenfelds. Es soll bezahlbarer Wohnraum entstehen. Ein Teil der Wohnungen wird sozial gefördert sein, ein Teil wird frei finanziert sein.

Unabhängig dieser beiden Wohnbauprojekte verwies Huber auf einige private Bauvorhaben wie Johannesquartier, die Überbauung des Grielochs in Haltingen durch die Toka, das Bauvorhaben der RMS am Grenzacher Weg in Alt-Weil und das   daneben liegende Schätzle-Areal oder das Wohnungsprojekt an der Klybeckstraße in Friedlingen, wo in absehbarer Zeit Heuer & Heuer das ehemalige Buchheimer-Grundstück überbauen will.

August-Bauer-Straße

Hier wird die städtische Wohnbau mehr als 30 Millionen Euro investieren. Was ursprünglich nach den Plänen der Stuttgarter Architekten Hermann+Bosch in zwei Bauabschnitten hätte realisiert werden sollen, wird nun in einem Zug durchgezogen werden, zumal es eine gemeinsame zweistöckige Tiefgarage mit einer Einfahrt geben wird. Es werden 88 Wohnungen – von der Fünf-Zimmerwohnung bis zur Ein-Zimmerwohnung – gebaut. Hinzu kommen 24 Wohnungen, die für demenzkranke Menschen bestimmt sind.

Außerdem wird die Diakoniestation Weil am Rhein-Vorderes Kandertal und das Familienzentrum Wunderfitz neue Räume bekommen. Baubeginn für die ersten Häuser ist noch dieses Jahr, bezugsfertig sollen die ersten Wohnungen im vierten Quartal 2018 sein. Bis Mitte 2019 soll dann das gesamte große Wohnbauprojekt abgeschlossen sein.

An der Römerstraße

Auf dem 6743 Quadratmeter großen Grundstück nördlich des Hieber-Markts an der Römerstraße werden 94 Wohnungen entstehen sowie ein Parkhaus mit 104 Stellplätzen, eine Kindertagesstätte mit drei Gruppen und eine Heizzentrale für die Stadtwerke. Junge Architekten des Büros Harquitectes aus Barcelona haben ein Konzept erarbeitet. Vitra steuert im Zuge ihrer Förderung junger Architekturbüros und aufgrund ihres Interesses am Wohnungsbau 20 000 Euro bei.

,Maximal fünfgeschossig sollen die Häuser werden, die nach einem durchgängigen, nicht klassischen Raster mit einer offenen Treppenanlage miteinander verbunden sind. Von der Ein- bis zu Fünf-Zimmerwohnungen sieht das Konzept vor. Das oberirdische Parkhaus mit integrierter Heizzentrale grenzt an das Grundstück des Hieber-Markts. Eine hundertprozentige Barrierefreiheit ist gegeben.

Ob die Architekten aus Barcelona den Auftrag bekommen, steht noch nicht fest. Denn die Planung muss europaweit ausgeschrieben werden. Allerdings kann die Stadt darauf bestehen, dass das vorliegende Konzept, wer auch immer den Zuschlag erhält, umgesetzt werden muss.

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