Weil am Rhein Bäckerei-Tradition wird fortgeführt

Ingmar Lorenz

Weil am Rhein - Seit 1970 betreibt Dieter Fuchs die gleichnamige Bäckerei in Alt-Weil. Ende April geht der 83-Jährige nun in den wohl verdienten Ruhestand. Allerdings: Die Bäckerei bleibt in den kommenden Monaten zunächst weiter wie gewohnt geöffnet und auch ein Nachfolger ist schon gefunden.

So steht bereits fest, dass die Bäckerei Fuchs auch in Zukunft die Bäckerei Fuchs bleiben wird. Denn der Nachfolger von Dieter Fuchs wird weiterhin Backwaren verkaufen und auch den Namen der Bäckerei übernehmen. Bis sich der Wechsel vollzieht, läuft der Betrieb ganz normal weiter, erläutert Fuchs mit Blick auf die kommenden Monate.

Die „neue“ Bäckerei wird allerdings eine Verkaufsstelle sein. Hergestellt werden die Backwaren, die in Zukunft nach Alt-Weil geliefert werden, dann im Elsass. Für Dieter Fuchs ist das ein tragfähiges Konzept. „Die Elsässer sind die besten Bäcker“, betont er. Auch die Art und Weise, wie die Bäckerei in Zukunft betrieben werden soll – nämlich als Familienbetrieb – überzeugt ihn. „Ich stehe voll dahinter“, betont der 83-Jährige.

Bäckerei mit Tradition

Dieter Fuchs ist ein echtes Altweiler Urgestein, stammt aber ursprünglich aus Haltingen. Das Bäckereihandwerk lernte er bei der Bäckerei Reinacher in Hauingen, die Meisterprüfung legte er in Weinheim ab.

Als Bäcker war und ist Fuchs seit 1970 an der Hauptstraße in Alt-Weil tätig. Dabei hob sich die Bäckerei Fuchs nicht nur durch ihre Öffnungszeiten besonders ab – die Türen öffnen sich morgens bereits um 4.30 Uhr –, sondern auch durch die Qualität der Backwaren. Wert legte Fuchs unter anderem auf natürliche Zutaten, eine umweltschonende Herstellung und die Verwendung von regionalen Erzeugnissen.

Weiter beratend tätig

Auch mit 83 Jahren steht Dieter Fuchs regelmäßig in der Backstube seiner Bäckerei. Nun aber sei die Zeit für den Ruhestand gekommen. „Der Körper wird müde“, sagt er. Gut 17 Jahre nach dem offiziellen Renteneintrittsalter kürzer zu treten, sei zudem legitim, lacht Fuchs. Indes bedeutet der Ruhestand für ihn nicht, dass er sich gänzlich von der Bäckerei verabschieden wird. „Ich werde auch künftig beratend zur Seite stehen“, blickt er voraus und betont, dass man ihn auch als Ruheständler wie gewohnt auf der Bank vor der Bäckerei antreffen wird.

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