Weil am Rhein Bedeutende Velo-Route

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Auf dem neuen Radweg: (v.l.) Oberbürgermeister Wolfgang Dietz, Markus Rotzler, Leiter der Verkehrs- und Tiefbauabteilung, Bürgermeister Martin Gruner und Matthias Matz, Bauleiter der Firma Oskar Vogel. Foto: zVg/Bähr

Auch wenn die Hitze gerade auf der Zielgeraden zu schaffen machte, konnten die Arbeiten am Ausbau der Radverbindung entlang der Alten Straße zwischen der Einmündung Heldelinger Straße bis zur nördlichen Grenze der Kläranlage im Bändlegrund drei Wochen früher als geplant beendet werden. Die exakt 1119 Meter lange Strecke ist bereits für den Veloverkehr freigegeben.

Weil am Rhein. Die Radfahrer profitieren nun von einer ebenen, breiten Fahrbahn, teilt die Stadt mit. Auch die Sicherheit habe dank der baulichen Maßnahmen verbessert werden können. „Vor den Baumaßnahmen war es ein Weg mit wassergebundener Decke. Es gab viele Schlaglöcher und bei Regen entstanden so einige Pfützen, da machte das Befahren nicht sonderlich viel Spaß“, erklärt Markus Rotzler, Abteilungsleiter Verkehr und Tiefbau. Der Ausbau dieser stark frequentierten Straße sei ein weiterer Schritt zur Verbesserung der Radinfrastruktur, macht OB Wolfgang Dietz deutlich. Weitere Projekte werden folgen – „und zwar Schritt für Schritt“.

Die fertiggestellte Baumaßnahme „Ausbau Radweg Alte Straße Nord“ ist Teil des Neubaus des Radwegs an der Alten Straße. Dieser gehört zur Basisroute des Radverkehrskonzepts „Velo 2025“ und ist laut Stadtverwaltung auch überregional von großer Bedeutung.

Nach dem Ausbau des nördlichen Abschnitts soll in naher Zukunft der südliche Teil bis zur Colmarer Straße in Angriff genommen werden. Als Verbindung zum Rhein ist nach dem Ausbau der Nordwestumfahrung (NWU) eine Radroute vom Kreisel der NWU über die Autobahn zum Rhein hin vorgesehen. Die Route entlang der Alten Straße dient als Lückenschluss.

Der Radweg entlang der Alten Straße wird durch touristischen Radverkehr genutzt, aber auch von örtlichen und überregionalen Berufspendlern befahren. Er ist Teil des Landesfernradwegs (Veloroute Rhein), des Südschwarzwald Radwegs, der Rhein-Route D8 sowie Bestandteil des Radverkehrskonzepts des Landkreises und der Stadt Weil am Rhein. Dieser Teil der Route wird nach dem städtischen Radverkehrskonzept künftig als Basisroute Märkt eingestuft. Sie ist mit der Pendlerroute Kandern-Basel verbunden.

An Querungsstellen gilt Tempo 50

Die sogenannte Mitte-Insel auf Höhe der Kläranlage, die das Queren der Alten Straße sicherer machen soll, konnte aufgrund noch nicht gelieferter Baumaterialien bislang nicht aufgebracht werden. Dies soll aber in den kommenden Wochen geschehen, heißt es seitens der Verwaltung. Während dieser Maßnahme ist der Bereich einseitig befahrbar und wird per Ampel geregelt.

Im Bereich der Querungsstelle gilt im Übrigen künftig Tempo 50. Alle Kreuzungsbereiche erhalten eine farbliche Kennzeichnung, und der Rad- und Fußverkehr wird im Kreuzungsbereich Heldelinger Straße durch den Umbau und Entfall des Rechtsabbiegerstreifens mehr in das Sichtfeld der Auto- und Lasterfahrer gerückt.

Eine Sicht- beziehungsweise Lärmschutzwand, die auf Wunsch des Wieseverbands auf Höhe der Kläranlage angebracht wurde, war ebenfalls Teil der Maßnahmen. Die Wand ist 70 Meter lang, besteht aus Kokosmatten und kann begrünt werden.

Für die Baumaßnahme sind 934 000 Euro im Haushalt eingestellt. Aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ erhält die Stadt einen Zuschuss von 622 000 Euro. Weitere 82 000 Euro erhält die Stadt aus dem Schweizer Agglo-Programm.

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