Weil am Rhein Dagmar Jetter will neue Pfarrerin in Weil am Rhein werden

Pfarrerin Dagmar Jetter stellte sich am Palmsonntag der evangelischen Friedensgemeinde in Friedlingen vor. Foto: Daniela Buch

Weil am Rhein - Dagmar Jetter, die Pfarrerin in der evangelischen Kirchengemeinde Weil am Rhein werden will, hat sich am gestrigen Palmsonntag in der Friedensgemeinde in Friedlingen vorgestellt. In der anschließenden Gemeindeversammlung bestand die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Anregungen zu äußern.

Wortmeldungen aus der Versammlung machten deutlich, dass Dagmar Jetter nicht nur mit ihrer Predigt gut angekommen war, in der sie „heilsames Reden“, Anteilnahme und ein offenes Ohr als erstrebenswertes Ziel für das Miteinander in der Gemeinschaft herausstellte, sondern auch ihre Art und schöne, kräftige Stimme geschätzt wurden. Zudem wurde die Hoffnung ausgedrückt, die neue Pfarrerin möge bis zu ihrer Pensionierung in der Gemeinde bleiben.

Pfarrer Ulrich Henze, der bislang den Vertretungsdienst innehatte und bis zur Neubesetzung der Stelle im September auch weiterhin übernehmen wird, erläuterte das Verfahren. Nachdem zwei Ausschreibungen erfolglos geblieben waren, da sich niemand auf die Stelle beworben hatte, richtete sich der Ältestenkreis an den Oberkirchenrat. Dieser schlug Dagmar Jetter als Kandidatin vor. „Es ist guter Brauch, dass sich Bewerber, die vom Oberkirchenrat vorgeschlagen werden, trotzdem in einem Gottesdienst der Gemeinde vorstellen und auch der Ältestenkreis sein Einverständnis geben muss“, erklärte er. Auch ging Henze auf die „spezielle Lage“ in Weil am Rhein ein, in der man etwas „Besonderes gewagt“ habe. In der Johannesgemeinde sei bekanntlich der Beschluss gefallen, anstelle eines Pfarrers zunächst für die kommenden fünf Jahre zwei Diakone zu berufen. Die Johannesgemeinde soll ein Schwerpunkt als Jugendkirche und auch als Zentrum in der Jugendarbeit für die drei Gemeinden in Weil am Rhein ausgebaut werden. Sofern Dagmar Jetter die Pfarrstelle in der Friedensgemeinde antrete, werde sie auch die pastoralen Dienste, Taufen, Trauungen und Beerdigungen für die Johannesgemeinde übernehmen.

Die designierte neue Pfarrerin, im Raum Koblenz geboren, 55 Jahre alt, geschieden und Mutter von zwei erwachsenen Töchtern, berichtete von ihrem beruflichen Werdegang und persönlichen Hintergrund. Das Vikariat nach dem Studium absolvierte sie an am Niederrhein, ihren Probedienst im Hunsrück, ehe sie danach eine Pfarrstelle in Solingen antrat. Es folgte eine Tätigkeit für die deutsche evangelische Auslandsgemeinde in Norwegen. Die zurückliegenden 13 Jahre bis heute wirkte sie als Pfarrerin in Leverkusen-Opladen.

„Ich fand, dass es an der Zeit ist, nochmal zu wechseln“, meinte sie. Auf die bevorstehenden Aufgaben in der Friedensgemeinde und der evangelischen Kirchengemeinde in Weil insgesamt, und damit verbunden die Möglichkeit, mit zu entwickeln und Neues zu probieren, freue sie sich. „Das wird spannend, auch die diakonischen Herausforderungen im Stadtteil“, sagte Dagmar Jetter.

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