Weil am Rhein. Mit der Ausstellung „Stühle der Macht“ zeigt das Vitra Design Museum ab 19. Oktober, wie eng die Geschichte des Stuhls und des Sitzens seit jeher mit dem Ausdruck von Macht verbunden ist.

Anhand von rund 20 ausgewählten Objekten aus der Museumssammlung wird diese Verbindung untersucht und aufgezeigt, wie sich Auffassungen von politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Macht bis heute in unseren Sitzgelegenheiten ausdrücken.

So ensteht eine moderne Kulturgeschichte des Sitzens: von autoritär-patriarchalischen Machtverhältnissen bis hin zu Werten wie Demokratisierung und Teilhabe, von den verborgenen Sitzungszimmern in Politik und Wirtschaft bis hin zu demokratischen Parlamenten und Designern, die mit neuen Sitzentwürfen auch zu neuer Machtverteilung beitragen wollen.

Die Ausstellung wird am Donnerstag, 18. Oktober, 18.30 Uhr, mit einer Podiumsdiskussion im Vitra Schaudepot eröffnet. Unter dem Titel „Stühle der Macht – und wer darauf sitzt“ diskutieren Mateo Kries, Direktor des Vitra Design Museums, Designer Robert Stadler und Fotografin Herlinde Koelbl über die Kulturgeschichte des Sitzens und Aspekte von Autorität, Repräsentation, Status und Politik, die sich darin spiegeln.   19. Oktober bis 17. Februar