Weil am Rhein Ein Erfolg mit gewissen Abstrichen

Das Vorstandsteam präsentiert das neue Vereinsbanner (von links): Schriftführerin Gabriele Strohmeyer, Kassierer Gerd Tausenfreund, Projektkoordinator Alim Hamidi, zweiter Vorsitzender Ulrich Grommelt und Vorsitzende Nilufar Hamidi. Foto: Daniela Buch Foto: Weiler Zeitung

Der Verein „Hindukusch – Zukunft für Afghanistan“ ist auf der Suche nach neuen Förderquellen, um das Ausbildungsprojekt für bedürftige Frauen in Dschalalabad östlich von Kabul fortsetzen zu können. Das Schulungszentrum für Teppichknüpfen wurde vor einem Jahr fertiggestellt.

Von Daniela Buch

Weil am Rhein. Die Ausbildungshalle wurde auf einem städtischen Grundstück im Zentrum von Dschalalabad in Kooperation mit der Partnerorganisation „Heela Foundation“ errichtet. Die erste Gruppe mit 46 Frauen hat ihre sechsmonatige Ausbildung zwischenzeitlich absolviert. Ein Erfolg, über den sich der Verein freut, wenngleich man Abstriche an den ursprünglichen Planungen machen musste, wie der zweite Vorsitzende Ulrich Grommelt bei der Mitgliederversammlung am Donnerstagabend berichtete.

So war ursprünglich vorgesehen, 120 Frauen in die Qualifizierung aufzunehmen, doch dies war aufgrund unvorhergesehener Baukosten und höherer Ausbildungsvergütungen nicht mehr möglich. Auch die Ausbildungszeit hatte man mit drei Monaten angesetzt, musste diese jedoch auf Empfehlung des beteiligten Teppichunternehmens verdoppeln. Außerdem musste ein Sicherheitsmitarbeiter zur Bewachung der Frauen eingestellt werden.

Nach der Anschubfinanzierung, die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gewährt wurde, bemüht sich der Verein nun um weitere Fördermittel und Zuschüsse. Langfristiges Ziel ist es, dass sich das Ausbildungszentrum finanziell selbst trägt und die Frauen nach ihrer Qualifikation die Tätigkeit in Heimarbeit ausüben können.

Mit Abschluss des diesjährigen Schuljahres wird indes das Patenschafts-Projekt auslaufen, da es aufgrund der Sicherheitslage in Afghanistan kaum mehr möglich sei, ins Land zu reisen und die Gelder persönlich zu übergeben und weitere Patenkinder auszuwählen. Die derzeit noch sieben Schülerinnen und Schüler, die im Patenschafts-Projekt aufgenommen sind, werden im Sommer ihren Schulabschluss machen.

Im vergangenen Jahr wurde der Internetauftritt des Vereins überarbeitet, ein Info-Flyer erstellt und ein Vereinsbanner angeschafft, um bei diversen Anlässen – wie zuletzt beispielsweise am Brückenfestjubiläum – für die Anliegen werben zu können. Auch in diesem Jahr wird sich der Verein wieder am Miteinander-Fest in Friedlingen beteiligen. Angedacht ist außerdem, ein Benefizkonzert zu veranstalten.

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