Weil am Rhein Ein gelebter Sommernachtstraum

Weil am Rhein - Mit Blütendekor und gewundenen Kränzen, Gaumenfreuden, Live-Musik und einer hell gekleideten Tischgesellschaft: So hielt zur Sommersonnenwende eine nordische Tradition Einzug im Kesselhaus. Dieses bildete mit seinem rauen Industriecharme die ideale Begegnungsstätte für das Mittsommerfest, das vom Stadtteilverein Friedlingen sowie dem Kulturcafé ausgerichtet wurde.

In die Beschwingtheit des besonderen Frühsommerabends geleiteten wärmende Sonnenstrahlen die meist in Weiß gewandeten Ankömmlinge über den Innenhof des Kesselhausareals. „Wir freuen uns riesig, dass unser erstes Mittsommerfest so große Resonanz gefunden hat“, begrüßte Vorsitzende Gabriele Moll im Namen des Vorstandsteams des Stadtteilvereins und der Familie Zwieg vom Kulturcafé die mehr als 100 Gäste.

Das Fest stand nicht nur Friedlingern offen: „Es ist für alle Menschen, die gerne zusammenkommen, um zu feiern und Leute kennenzulernen.“ Damit griff die Vorsitzende das Thema des Abends „Zusammenkommen – Zusammen feiern“ auf und unterstrich den dahinter stehenden Benefiz-Gedanken, „mit unserem Erlösanteil weiter soziale Projekte zu fördern, die diesem Stadtteil zugute kommen“.

Menschen kennenlernen

Solcher Einsatz wurde von der WWT (Weil am Rhein Wirtschaft und Tourismus) mit einer Spende belohnt. Das Kulturzentrum Kesselhaus bot eine Exklusivbesichtigung des Museums Weiler Textilgeschichte – was während des ganzen Festbetriebs Interessierte angeregt zur Inspektion oder Begegnungsstätte nutzten.

Einen Treffpunkt anderer Art verstand Moll mit Hinweis auf das nächste Event – „Miteinander“ am 21. Juli im Garten des Mehrgenerationenhauses – charmant zu unterstreichen: „Wer sich bei uns engagieren oder Mitglied werden möchte, ob Friedlinger oder nicht, ist willkommen. Wir haben noch viel vor.“ Einmal mehr beeindruckte die umsichtige Leidenschaft für den gemeinnützigen Verein, den sie mit offeriertem Frei-Sekt zum fünfjährigen Bestehen hochleben ließ. Und so die lauschende Runde in einen „tollen Abend mit spannenden Begegnungen entließ: S’Bescht isch e Fescht!“ Dem konnten Bürgermeister Rudolf Koger und Kulturamtsleiter Tonio Paßlick nur beipflichten.

Doch selbst launige Reden können hungrig machen: Und mit dem herzhaft zugreifenden Publikum erfuhr das Kulturcafé-Team die Anerkennung eines Menüs von raffiniert-ausgesuchter Zusammenstellung – etwa typische nordische Fisch- und Fleischgerichte wie Matjesfilets und Köttbullar, Ziegenkäse und Erdbeeren.

Musik bei Kerzenschein

Bald flackerte Kerzenschein über heitere Gesichter und tanzte auf den Tischen – wie die Gäste im Hof unter freiem Himmel zum schmissigen Repertoire von Hansi Kolz. Der vielseitige Profimusiker brachte mit klangvollem Saxophon und Gesang die laue Nacht zum swingen. Resonanz erlebte sein Überraschungsgast Gino Gallo – „Ein Original und Frauenschwarm aus Jugendtagen“, wie verschmitzt geschäkert wurde – mit stark beklatschten gemeinsamen Gesangseinlagen.

Gäste sind begeistert

Hellauf begeistert vom festlichen Gesamtbild zeigten sich auch Lothar und Elfriede Riedel aus Weil: „Wunderbar, was für eine großartige Veranstaltung“, lautete ihr einhelliges Fazit. „Und unbedingt wiederholenswert: Da kommen Menschen zusammen, die sich hier erst kennen lernen – wie wir hier“, schickten sie ein Lächeln ans Tischende hinüber zum Haltinger Kesselhaus-Künstlerpaar Siglinde und Bernhard Wißgott, das freudig zustimmte.

Rückmeldungen, die sich allerorts ähnelten. Je tiefer der Abend zur Nacht wurde, desto mehr entfaltete er seine verbindende Magie.

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