Weil am Rhein Eine Erfolgsgeschichte geschrieben

In der Realschule, im Oberrhein-Gymnasium und auch vor den Schuleingängen wurde informiert. Fotos: Marco Fraune Foto: Weiler Zeitung

Die Betriebe putzen sich für die Schüler heraus – und nicht mehr umgekehrt. 128 Unternehmen stellen aus – nicht mehr nur 20 Firmen. Und die Ausbildungsbörse wird statt im kleinen Rahmen im Rathaus nun großflächig in zwei Schulen veranstaltet. Seit dem Start vor 25 Jahren hat sich die Weiler Ausbildungsbörse enorm verändert, wie am Samstag deutlich wurde.

Von Marco Fraune

Weil am Rhein. Der heute 77-jährige Karl-Friedrich Müller war es, der seinerzeit den politischen Willen in Weil am Rhein Realität werden lassen wollte. Der damalige Personalamtsleiter hat den ersten Teil der Erfolgsgeschichte geschrieben, die sein Nachfolger Christoph Braun und die Co-Organisatorin Andrea Steinebrunner fortsetzten. Mit einem 2000-Mark-Budget zum Start sollte den vielen jungen Leuten die Möglichkeit in Weil gegeben werden, auf einer Ausbildungsmesse den Weg für die Zukunft aufgezeigt zu bekommen. 20 Firmen machten im Rathausfoyer und -saal mit, darunter damals noch die Lonza, erinnert sich Müller. Die Wirtschaft und das Gewerbe wollten nicht dabei sein. „Es war schwierig, die Leute zu begeistern.“ Anfangs sei es auch noch ein Problem gewesen, die Hotelerie mit einzubringen, wobei Ott’s Leopoldshöhe sich als erster Vertreter später engagierte. „Auch das Handwerk war zu Beginn schwierig“, erinnert sich der frühere Amtsleiter. „Heute ist es enorm, wie sich das Handwerk präsentiert.“ Die Ursache hier sei natürlich auch der Fachkräftemangel.

Bis zur Pensionierung von Müller im Jahr 2007 stieg nicht nur die Zahl der ausstellenden Betriebe deutlich, sondern auch die Besucherzahl – von 1300 auf mittlerweile 2500. Dies führt Braun auf die Vielzahl der Aussteller und Berufsbilder zurück. Und: „Es wurde nochmals mehr beworben, bis ins hintere Wiesental.“ Steinebrunner freut es: „Bei uns ist alles vertreten.“ Zugleich muss das federführende Orga-Duo auch den Mehraufwand stemmen, wobei hier die Mitarbeiter der Stadtverwaltung engagiert sind.

Großes Engagement

„Der Erfolg unserer Ausbildungsbörse beruht auf dem außerordentlich großen Engagement unserer Personalabteilung, lobte auch OB Wolfgang Dietz, wobei er Braun und Steinebrunner als „das Herz und der starke Arm dieses Projekts“ bezeichnete.

Von Beginn an mit im Boot war die Industrie- und Handelskammer (IHK). Dessen Ausbildungsberater Rainer Reisgies erinnerte am Samstagabend bei der Eröffnung anlässlich des Jubiläums der Börse auch an den Start, als Müller bei der IHK anrief, damit diese das Vorhaben unterstützt. Dass diese überregional bedeutende Messe immer noch in Weil am Rhein stattfindet, liege an der engagierten Stadtverwaltung und dem ehrenamtlichen Engagement.

Das Maximum sei nun aber erreicht, denkt Personalleiter Braun nicht über eine Vergrößerung der Messe in den nächsten Jahren nach. Das sei mit den aktuellen Ressourcen nicht möglich.

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