Mit einem abwechslungsreichen Programm aus Musik, Gesang, einer vorgetragenen Geschichte und Liedern zum Mitsingen gestaltete die Arbeiterwohlfahrt (AWO) des Ortsvereins Weil-Haltingen am Samstagnachmittag wieder seine traditionelle Weihnachtsfeier.

Von Renate Wendt

Weil am Rhein-Haltingen. Für viel Unterhaltung sorgten dabei der vor fünf Jahren in Kooperation mit der Musikschule und dem Weiler Gesangverein gegründete Kinderchor „Mini“, der Chorleiter des Gesangvereins Efringen-Kirchen und ehemalige Schulleiter der Haltinger Hans-Thoma-Schule, Erhard Zeh, sowie Vorsitzender Wolfgang Knopf mit einer Geschichte.

Welchen Stellenwert die Arbeit und das Engagement der AWO hat, spiegelte denn auch das vollbesetzte, weihnachtlich geschmückte evangelische Gemeindehaus in Haltingen wider. Unterstützung gab es von der vierjährigen Alina Thorn aus dem Kinderchor als Verlosungs-Glücksfee. Für Essen und Getränke sorgten die Mitglieder der Haltinger Fasnachsclique „12 Glunggi“.

Rückblick auf Angebote

In seiner Begrüßungsansprache erinnerte der seit fünf Jahren amtierende Ortsvereinsvorsitzende an die Aktionen des Ortsvereins im vergangenen Jahr, wie etwa die allwöchentlichen Nachmittage mit Spielen, Skat, Schwimmen oder Gymnastik und seit einiger Zeit auch wieder das Gedächtnistraining. Außerdem gab es unter anderem einen Ausflug nach Wallbach ins Müllmuseum, die Senioren-Sommeraktion sowie Veranstaltungen mit den Rolli-Freunden. In diesem Zusammenhang bedauerte es Knopf, dass nicht noch mehr Rolli-Freunde zur Weihnachtsfeier kommen konnten, da es für das Treppenhindernis für Elektro-Rollstühle noch keine geeigneten Möglichkeiten gebe. So wünscht sich Vorsitzender Knopf eine Lösung, um jenem „Personenkreis auch eine Teilhabe an den Veranstaltungen zu ermöglichen“.

Einsatz für Teilhabe benachteiligter Gruppen

Schließlich gehöre es denn auch zur „Zielsetzung der Arbeiterwohlfahrt, sich für die Teilhabe der benachteiligten Gruppen einzusetzen“, sagte der Vorsitzende. Auch ging Knopf unter anderem auf die Asyl-Situation ein, die ohne die vielen Helfer nicht zu bewältigen sei. Abschließend dankte Wolfgang Knopf noch allen Mitgliedern und Helfern, die sich ehrenamtlich engagieren.

Landtagsabgeordneter Rainer Stickelberger freute sich bei seiner Begrüßung eingangs vor allem über die Anwesenheit der Ehrenvorsitzenden Hilla Eichin, die Stickelberger zufolge „das Gesicht der Arbeiterwohlfahrt“ sei. Danach lobte der Landtagsabgeordnete das breite Spektrum der engagierten Einsätze sowie die „gelebte Teilhabe“ des AWO-Ortsvereins, von der viele Mitbürger profitieren.

Ebenfalls für das Engagement der Arbeiterwohlfahrt, Begegnungen zu schaffen, sowie deren Zusammenarbeit, wie beim Emma-Fackler-Schulkindergarten dankte auch OB Wolfgang Dietz bei seinen Grußworten.

Vielseitiges Unterhaltungsprogramm

Danach hieß es Bühne frei für den unter der Leitung von Karl Gehweiler stehenden Kinderchor „Mini“. Begleitet von ihrem Dirigenten am Flügel, präsentierten die etwa 25 singbegeisterten Kinder aus dem vielseitigen Repertoire des Chores eine Reihe moderner und lustiger Kinderlieder, bei denen auch das Publikum gefordert wurde. So gab es unter anderem viel Beifall nebst Zugaberufe für die unterhaltsamen Vorträge der Lieder „Auf einem Baum ein Kuckuck saß“, das von den Kindern tanzend vorgetragene Lied „Brüderchen, komm tanz mit mir“, „Sassa die Vogelscheuche“ oder unter Einbezug des Publikums das allseits bekannte Lied „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“ sowie als weihnachtlicher Beitrag „In der Weihnachtsbäckerei“. Als Dankeschön für die erfrischend-munteren Gesangsdarbietungen gab es für die Kinder Präsente vom Ortsvereinsvorsitzenden.

Danach las der Vorsitzende Wolfgang Knopf die Geschichte „Ein Vater wird geboren“ vor – einer bekannten Satire von Ephraim Kishon, bei der es um einen werdenden Vater geht. Chorleiter Erhard Zeh, früherer langjähriger Rektor der Haltinger Hans-Thoma-Schule und bekannter Sänger und Gitarrist, unterhielt abschließend mit Gitarre und Gesang unter anderem mit bekannten Weihnachtslieder wie „Ihr Kinderlein kommet“, „Süßer die Glocken nie klingen“ oder „O du Fröhliche“, die gerne mitgesungen wurden.