Weil am Rhein Es geht zurück ins Schulgebäude

In der Weiler Gemeinschaftsschule herrscht dieser Tage emsige Betriebsamkeit. Der Umzug von den Containern ins sanierte Schulgebäude ist in vollem Gang. Die Schüler packen dabei – auf eigenen Wunsch – fleißig mit an.

Von Saskia Scherer

Weil am Rhein. Zwar ist der städtische Betriebshof damit betraut, die schweren Möbel von A nach B zu transportieren, aber auch die Gemeinschaftsschüler schieben Tische über den Schulhof oder tragen kleine Regale die Treppe nach oben. „Je eher wir fertig sind, desto schneller können wir wieder Unterricht machen“, stellt ein Siebtklässler dabei fest. Im Container wird derweil noch geputzt. Die Umzugskartons stehen fertig gepackt im Flur. Im neuen Klassenzimmer gilt es zu überlegen, wo alles seinen Platz finden soll.

Kürzere Wege

„Die Schüler sind unglaublich motiviert und extrem froh“, erklärt Schulleiter Burkhard Keller im Gespräch mit unserer Zeitung. „Zwei Jahrgänge kannten das Gebäude ja auch quasi noch gar nicht.“ Alle seien glücklich, wieder in der Schule zu sein. „Schon allein, dass die Wege zu den Toiletten nicht mehr so weit sind, ist eine Erleichterung.“

Bereits fertig eingerichtet ist beispielsweise das Zimmer einer sechsten Klasse. „Passt alles auf den Millimeter genau“, meint Keller mit einem Augenzwinkern. Wie die Klassen ihre Räume einrichten und gestalten, werde individuell bestimmt, erklärt er. Am Montag fand noch eine große Lehrerkonferenz statt, in deren Rahmen der Umzug detailliert geplant wurde. Pro Tag ziehen mehrere Klassen um, pro Klasse wird rund eine Stunde Zeit einkalkuliert. „Die neue Raumaufteilung war schon eine Herausforderung“, berichtet der Schulleiter. Aus dem ehemaligen Physikraum wurde etwa ein Klassenzimmer, die Fachräume befinden sich künftig an anderer Stelle.

Begeisterung ist groß

„Wir sind zwar etwas im Verzug, da der Umzug doch sehr komplex ist“, meint Lehrer Manuel Wamsler am Mittwochmittag, aber es herrsche Zuversicht. Er hat die Umzugspläne erstellt und koordiniert die Zusammenarbeit mit dem Betriebshof. „Alle können es nicht erwarten, wieder im Schulgebäude zu sein, die Begeisterung ist groß“, hat Wamsler beobachtet. Selbstverständlich dauere alles seine Zeit. „Aber der Startpunkt ist gesetzt und der Betriebshof unterstützt uns gut.“

Auch Keller ist überzeugt, dass die drei Umzugstage ausreichen werden. Am Freitag sollen noch die Fachräume und die Schulsozialarbeit folgen. Im Gang türmen sich noch unzählige Bücher, die ebenfalls nach und nach an Ort und Stelle geräumt werden müssen. Aus dem ehemaligen Landkartenraum ist ein Bücherraum entstanden. Techniklehrer Bernd Glatt hat das organisiert und auch die Regale selbst gebaut. „Alles in Eigenleistung“, lobt Keller.

Bei solch einem Umzug gebe es auch viel auszusortieren. „Schließlich wurde das Schulgebäude seit Jahren nicht ausgeräumt“, erklärt der Schulleiter. Dabei wanderte nicht nur alles, was nicht mehr benötigt wird, in den Müll, sondern es tauchten auch Relikte aus vergangenen Zeiten auf – wie einige alte Telefone mit Wählscheibe. „Die behalten wir als Erinnerung.“ Vielleicht soll es eine Vitrine geben, in der Gegenstände aus unterschiedlichen Zeiten der Schule ausgestellt werden.

Container weiter nutzbar

Ein Teil der Container bleibt übrigens vor Ort und steht zur weiteren Nutzung zur Verfügung. „Beispielsweise als Differenzierungsräume für kleinere Gruppen“, erklärt Keller. Die Stadt wolle in dieser Hinsicht auch nachbessern, beispielsweise sei ein Wasseranschluss angedacht.

Im und um das Schulhaus herum werkeln derzeit noch etliche Handwerker. „Es werden Mängel beseitigt“, erklärt Keller. Auch die fehlenden Fassadenteile müssen noch eingehängt werden.

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