Weil am Rhein Es wird einiges modernisiert

Saskia Scherer
Die Wohnbau will die Klybeckstraße 7 nächstes Jahr um zwei Stockwerke erweitern. Foto: Saskia Scherer

Die Städtische Wohnungsbaugesellschaft will weiter in ihren Bestand investieren. Die für das Jahr 2024 geplanten Maßnahmen hat Geschäftsführer Andreas Heiler im Finanzausschuss vorgestellt.

Für das Geschäftsjahr sind Investitionen in Höhe von insgesamt gut 14,9 Millionen Euro geplant. Die Instandhaltungsmaßnahmen werden voraussichtlich mit knapp 1,7 Millionen Euro zu Buche schlagen, für die Modernisierungsmaßnahmen wird mit knapp 8,9 Millionen Euro gerechnet.

Die Klybeckstraße 7 soll um zwei Stockwerke aufgestockt werden, außerdem ist der Anbau eines Aufzugs vorgesehen, um alle Wohnungen barrierearm zu erschließen, kündigte Geschäftsführer Heiler in der Finanzausschusssitzung am Montagabend an. Des Weiteren will die Wohnbau die Breslauer Straße 25 „optisch abschließen“: Die Fassade soll gestrichen werden. Auf dem Dach wird eine Photovoltaik- Anlage angebracht. Weil eine Zahnklinik ihre Räume vergrößern wolle, steht die Idee im Raum, die Hauptstraße 406 auf dem Dach zu erweitern. „Ob das realisiert wird, hängt aber noch von verschiedenen Faktoren ab“, sagte Heiler.

Anschluss an Nahwärme

Verschiedene Gebäude, wie an der Robert-Koch-Straße oder die Danziger Straße 13 und 15, werden an die Nahwärme angeschlossen. Bei Mieterwechseln stehen Modernisierungen in Einzelwohnungen an.

An der Straße „Am Messeplatz“, auf dem Grundstück Bühlstraße 8 und 10, plant die Wohnbau einen Neubau. Dort soll bekanntlich im rückwärtigen Bereich ein Mehrfamilienhaus für die Flüchtlingsunterbringung entstehen. Gerechnet wird mit Kosten in Höhe von 4,3 Millionen Euro. Es wurde – wie auch bei anderen Maßnahmen – bei der Kostenschätzung ein Puffer von 30 Prozent aufgrund der momentanen unkalkulierbaren Preissteigerungen eingeplant.

Beim Personal wird kommendes Jahr mit 30 Stellenanteilen gerechnet. Dies bedeutet einen Zugang um zwei im Vergleich zum Vorjahr, der sich im Bereich der Teilzeitbeschäftigten niederschlägt, heißt es in der Vorlage. Die kaufmännische Technik sei durch Elternzeit und langen Krankenstand unzureichend besetzt und wird künftig durch einen Zugang in Teilzeit unterstützt.

Im Regiebetrieb soll das Team um einen Heizungs- und Sanitärfachmann erweitert werden, kündigte Heiler an. Wirtschaftlichkeit und schnellere Ausführungszeiten vor Ort liegen im Fokus.

Das Jahr 2023 wird wahrscheinlich mit einem Jahresfehlbetrag von gut 1,5 Millionen Euro abschließen, wusste der Geschäftsführer zu berichten. Dies sei mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Wohnraum werde benötigt „und wir machen viel“, erklärte er. Für 2024 rechnet die Wohnbau mit einem Jahresgewinn von 60 900 Euro.

Lob aus dem Ausschuss

Es sei gut, dass trotz schwieriger Lage einige Investitionen vorgesehen sind, befand Andreas Rühle (UFW) und lobte die Nachverdichtung sowie den Anschluss an die Nahwärme. Die Wohnbau sei ein starker Pfeiler in Weil, ergänzte Matthias Dirrigl (SPD) mit Blick auf „stabile und soziale Mieten“.

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