Weil am Rhein Für die jungen Bürger

Vier Jahre nach der Siegel-Übergabe soll das Pilotprojekt „Kinderfreundliche Kommune“ weiter Positives bewirken. Foto: zVg

Weil am Rhein - Die Stadtverwaltung sieht sich nach der ersten Phase des Projekts „Kinderfreundliche Kommune“ auf dem richtigen Weg. Einige künftige Aufgaben sind schon definiert. Ein Aktionsplan für die neue Zertifizierungsphase soll nun in Angriff genommen werden, stellte sich der Kultur-, Sport- und Verwaltungsausschuss hinter das Vorhaben.

Das Fazit der ersten vier Jahre fällt positiv aus. So seien die Anregungen und Ideen von den Kindern bereichernd gewesen. Auch habe es keine unrealistischen und illusorischen Vorstellungen von den Jugendlichen gegeben. Klettern, Hüpfen & Co. stünden im Vordergrund.

„Kindern und Jugendlichen auf Augenhöhe zu begegnen und sie zu beteiligen, schärft den Blick von uns Erwachsenen für deren Bedürfnisse“, betonte die Hauptamtsleiterin Annette Huber im Ausschuss. Viele Anregungen gab es, um die Lebenssituation aller Kinder in Weil am Rhein zu verbessern.

Der Aktions- und Maßnahmenplan gliederte sich dabei in die beiden Bereiche Beteiligung von Kindern und Jugendlichen und Verankerungen der Kinderrechte im Verwaltungshandeln sowie zweitens in den Punkt Platz für Kinder und Jugendliche im öffentlichen Raum. Insgesamt 13 unterschiedliche Maßnahmen fanden sich im Aktionsplan, von denen viele umgesetzt werden konnten, bei anderen stießen die Aktiven auf Hindernisse. So gibt es auch einen Kinder- und Jugendetat, aber noch wurde kein Geld vergeben, wobei auf das neu zu wählende Jugendparlament gesetzt wird.

Die künftigen Aufgaben sind zugleich bereits umrissen. Erfolgreiche Pilot-Projektleiterin war bisher Michaela Rimkus.

Schulhöfe und Plätze

So konnte bislang nur in Teilen das Vorhaben umgesetzt werden, Platz im öffentlichen Raum für Jugendliche zu bieten und Schulhöfe auch außerhalb der Schulzeiten zugänglich zu halten. Bei den Pausenhöfen habe sich die rechtliche Situation schwieriger dargestellt als gedacht, erklärte Huber. Hinzu komme der Austausch mit betroffenen Anwohnern. „Nicht ganz einfach“ sei das Thema. So war auch angedacht, das Kleinspielfeld an der Realschule öffentlich zugänglich zu machen, doch nun dürfe es nur für Schulbelange genutzt werden.

Erreicht werden konnte hingegen die IBA-Freiraumkiste als Treff- und Infobox, mit der es eine Unterstandmöglichkeit im Rheinpark gibt, wo auch Spielgeräte ausgeliehen werden. Kinder und Jugendlichen wurden bei der Verwirklichung beteiligt. Mit eingebunden sind diese auch bei der Umgestaltung und Erweiterung des Reinparks. Weitere Ideen von den jungen Menschen sollen noch einfließen. Eine weitere Kinder- und Jugendbeteiligung erfolgt laut Huber beim Bau des Jugendzentrums in Friedlingen („Juno II“).

Bolzplätze und Sport

Für den zweiten Aktionsplan gibt es schon Anregungen bei den Bolzplätzen, blickte die Hauptamtsleiterin auf die neue Umsetzungsphase. Noch konnte diese Maßnahme nicht umgesetzt werden. Als schwierig erwies sich hier, ein geeignetes Grundstück zu finden. Über die bestehenden Bolzplätze hinaus werden Möglichkeiten bei der Neugestaltung des Rheinparks oder beim neuen Kinder- und Jugendzentrum in Friedlingen aktuell angeführt.

Nicht genug Personal-Ressourcen habe es bislang für die Spielleitplanung gegeben. Dabei geht es beispielsweise um Wege zu Spielmöglichkeiten oder mögliche Angsträume für Kinder.

Ein schon mit Beteiligung von Jugendlichen verwirklichtes Vorzeigeprojekt ist hingegen der „Street Workout Park“ am Schlaichturm. Standort, Geräteauswahl und Änderungen wurden gemeinsam besprochen. Nach wie vor werde die Anlage rege genutzt, freute sich die Hauptamtsleiterin. „Aktuell planen die Jugendlichen mit der Stadt- und Grünplanung die Erweiterung des Street Workout Parks.“

Die Zukunftswerkstatt

Die Ergebnisse der vor einem Monat veranstalteten „Zukunftswerkstatt“ sollen als wichtige Grundlage für den neuen Aktions- und Maßnahmenplan dienen. Die herausgebildeten Themenbereiche waren: Beteiligung der Jugend fortsetzen beziehungsweise ausbauen, Ausbau der Netzwerke, Kommunikation mit den Kindern und Jugendlichen, attraktive Aufenthaltsorte sowie Verbesserung der Mobilität (ÖPNV).

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