Weil am Rhein Für ein verständnisvolles Miteinander

Der Vorstand der Rollifreunde (von links): Rosa Kamerling, Uwe Reimann und Christine Riesterer-Breier (sitzend). Dahinter ( von links): Gabriele Eberhardt, Markus Kranz und Tatjana Bollinger. Foto: sc

Weil am Rhein - Vor zehn Jahren wurden die Rollifreunde gegründet. Aus einer eher losen Gemeinschaft entwickelte sich in dieser Zeit ein aktiver, in Freundschaft verbundener Verein, dessen Ziel „ein verständnisvolles Miteinander in der Gesellschaft“ ist. Bei der Generalversammlung in den Räumen der AWO an der Breslauer Straße standen ein Rückblick, Teilvorstandswahlen und das Jahresprogramm für 2019 auf der Tagesordnung.

59 Mitglieder gehören den Rolli­freunden an, sagte Vorsitzende Rosa Kamerling, die die sehr zahlreich erschienenen Mitglieder begrüßte. Tätigkeitsbericht Mit einem Mobilisationskurs, der dank der AOK durchgeführt werden konnte, begann das Vereinsjahr, wie Uwe Reimann berichtete. Am Kant-Gymnasium, der Hebelschule in Schliengen, dem Oberrhein-Gymnasium und an der Realschule Dreiländereck führten die Rollifreunde Projekt- und Empathie-Tage durch. Den jungen Leuten Zugang zum Leben behinderter Menschen nahezubringen war dabei das Ziel.

Monatliche Treffen

Für dieses Engagement erhielt der Verein von der Bürgerstiftung Weil am Rhein einen Zuschuss in Höhe von 600 Euro. „Das hat uns außerordentlich gefreut“, sagte Reimann. Sein Dank galt dem Sanitätshaus Lopez, das diese Projekttage jeweils mit einer Leihgabe von bis zu 14 Rollstühlen unterstützte. Auch das Gesellige kam im abgelaufenen Jahr nicht zu kurz. Dazu gehörten beispielsweise neben den monatlichen Treffen ein zünftiges Grillfest und die Weihnachtsfeier im Hadid-Bau.

Im Oktober hatte Kassierer Markus Kranz einen Kuchenverkauf auf dem Rathausplatz organisiert. Ihm wurde ebenso gedankt wie der AWO, allen voran Eveline Pruss, die die Räume für Vorträge bereitstellte. Auch gab es Filmvorführungen, die immer sehr gut besucht waren. Enttäuscht zeigte sich Reimann darüber, dass trotz Einladung weder Gäste des Behindertenbeirats, noch der Stadtverwaltung zur Hauptversammlung gekommen waren. Ausblick Das zehnjährige Bestehen wird an der Realschule Dreiländereck gefeiert. Monatlich findet neben den Treffen ein Höhepunkt statt. Dazu zählen ein Spargelessen auf dem Kreiterhof, ein Grillfest, Filmabende und im Oktober der Besuch des Selbsthilfetags in Schopfheim. Finanzen Markus Kranz stellte die Finanzlage vor, die sich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden zusammensetzt. Die Kassenprüfer Gerda Kleinert und Susanne Trunz empfahlen die Entlastung.

Wahlen Ein großes Kompliment für die geleistete Arbeit im Vorstand sprach Tagespräsident Franz Rinderle aus. In den zehn Jahren seit der Gründung der Rollifreunde hätten diese „Höhen und Tiefen“ erlebt. Dennoch, der Name Rollifreunde sei Programm. Dies sei nicht nur ein Verein, dies sei „ein Zusammenschluss von Freunden“, sagte Rinderle.

Mitgliedsbeitrag erhöht

Gabriele Eberhardt wurde einstimmig für ein Jahr als zweite Vorsitzende gewählt. Tatjana Bollinger, die bisher kommissarisch als Schriftführerin tätig war, erhielt ebenfalls das einmütige Vertrauen der Versammlung ausgesprochen. Sabine Houben folgt auf Susanne Trunz als Kassenprüferin. Höhere Beiträge „Seit 2012 sind unsere Beiträge stabil“, sagte Kassierer Markus Kranz. Zu den Beiträgen kommen noch vereinzelt Spenden. Da die Kosten, beispielsweise für das Mieten des Hadid-Baus für die Weihnachtsfeier, den Mitgliederbeitrag „schluckten“, sei eine Erhöhung unumgänglich. Die Versammlung beschloss einstimmig, den Mitgliedsbeitrag von zwölf auf 15 Euro und den Beitrag für Familien von 18 auf 28 Euro jährlich zu erhöhen.

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