Weil am Rhein Für Koordination und Vernetzung

Der Aufbau des Quartiersmanagements wird vom Land gefördert. Foto: Marco Fraune Foto: Weiler Zeitung

Der Stadtteil Friedlingen soll ein Quartiersmanagement erhalten, das bei der städtischen Wohnbau angegliedert ist. Das hat der Kultur-, Sport- und Verwaltungsausschuss bei einer Enthaltung beschlossen. Der Gemeinderat muss noch grünes Licht geben.

Von Alexander Anlicker

Weil am Rhein. Der Aufbau des Quartiersmanagements wird vom Land Baden-Württemberg im Rahmen der städtebaulichen Erneuerungsmaßnahme „Ortsmitte Friedlingen“ durch das Programm „Nichtinvestive Städtebaufördermittel“ (NIS) bis zum Jahr 2023 gefördert. Hierfür wird bei der städtischen Wohnbau eine 50-Prozent-Stelle für einen Quartiersmanager geschaffen. Die Kosten dafür belaufen sich auf 34 500 Euro pro Jahr, die bis 2023 befristete Förderung beläuft sich auf 60 Prozent der Kosten.

Hauptamtsleiterin Annette Huber erinnerte daran, dass die UFW-Fraktion einen Antrag zur Implementierung eines Quartiersmanagers in Friedlingen gestellt habe.

Seit dem Jahr 2015 gebe es vom Land ein Programm für nichtinvestive Städtebauförderung, womit Projekte gefördert werden, die Ziele der investiven Städtebauförderung unterstützten sowie unter anderem auch zur Beteiligung der Einwohner oder Mobilisierung von ehrenamtlichem Engagement beitragen. Da der Quartiersmanager laut Förderrichtlinien kein städtischer Mitarbeiter sein darf, wird die Stelle bei der Wohnbau angesiedelt. Diese ist in Friedlingen mit 30 Häusern und der Geschäftsstelle stark vertreten. Die Wohnbau engagiert sich zudem im Stadtteil, unter anderem beim Quartierstreff Wiki an der Hardstraße in Zusammenarbeit mit dem Stadtteilverein Friedlingen.

Ziel des Quartiersmanagements ist die Koordination und Vernetzung der Ressourcen, Angebote und Institutionen im Stadtteil, die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements sowie die Teilhabe und Integration aller Bevölkerungsgruppen und Stärkung des Zusammenhalts im Quartier. Ferner sollen die investiven städtebaulichen Erneuerungsmaßnahmen mit Blick auf das Sanierungsziel „Stärkung der sozialen Sicherheit und der sozialen Strukturen“ unterstützt werden.

Bewertungen durch die Politik

Friedlingen braucht als „Brennpunktstandort“ intensive Unterstützung, stellte FDP-Stadtrat Wolfgang Roth-Greiner fest. Er wolle sich jedoch erst zur Abstimmung im Gemeinderat positionieren, erklärte er und enthielt sich bei der Abstimmung.

Man löse damit keine Probleme in Friedlingen, sondern leiste allenfalls Reparaturarbeit, befand SPD-Stadtrat Jürgen Valley. Die Ziele des Quartiersmanagements würden aber auch für alle anderen Stadtteile gelten. Gleichwohl befand Valley, dass es sinnvoll sei, hier etwas zu tun.

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