Weil am Rhein Gefühlvoller Könner

Fynn Janke beim Open-Air am Kant-Gymnasium in Weil am Rhein. Foto: Veronika Zettler Foto: Weiler Zeitung

Von Veronika Zettler

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lle Achtung: Mitten in den Vorbereitungen zum Abitur hat Fynn Janke aus Weil am Rhein seine erste CD herausgebracht. Sieben Songs enthält der Erstling, den der 17-Jährige im Neuenburger Studio „Pro Ton Music“ einspielte und mit einer Startauflage von 350 Exemplaren veröffentlichte. Die Produktionskosten hat er selbst übernommen.

Entstanden ist ein Debütalbum, das sich hören lassen kann: Fynn Janke überzeugt mit sensiblen Balladen und persönlichen Geschichten zwischen Pop und Rock. Seine Lieder erinnern mal an Ed Sheeran, mal an Tim Bendzko. Mit ausdrucksstarker Stimme singt er überwiegend auf Englisch, vereinzelt auch auf Deutsch. Dazu präsentiert er ein ausgereiftes, stilistisch vielseitiges Gitarrenspiel.

Für den jungen Künstler ist klar: Nach dem Abitur - gerade hat er die schriftlichen Prüfungen hinter sich gebracht - möchte er sich ganz der Musik widmen. Wenn seine Bewerbung punktet, wird er an der Hochschule Darmstadt den Studiengang „Sound and Music Production“ belegen: „Damit kann man quasi alles machen“, erzählt er.

Begonnen hat Fynn Janke seine musikalische Laufbahn in der ersten Klasse. „Ich wollte nicht Flöte spielen“, erinnert er sich. Eine Gitarre sollte es schon sein. Da in der Musikschule nur Akustikgitarre unterrichtet wurde, musste die ersehnte E-Gitarre allerdings noch ein bisschen warten. Als ihm schließlich ein neuer Lehrer einige Grundlagen des E-Gitarrenspiels zeigte, war es nicht das, was Fynn Janke sich vorgestellt hatte: Er legte erst mal eine Pause ein. Seine Mutter ermunterte ihn zu einem zweiten Anlauf bei dem Weiler Gitarrenlehrer Dominic Ernst. „Er kann alle Arten von Gitarrenspiel“, zeigt sich Fynn Janke begeistert. Mit dem neuen Mentor ging es rapide aufwärts. „Dominic hat mir gezeigt, dass man auch die Akustikgitarre absolut cool spielen kann“, erklärt er.

Inzwischen ist der junge Singer-Songwriter technisch weit fortgeschritten. Seine Sammlung umfasst heute 13 Gitarren, darunter eine E-Gitarre, ein E-Bass, ein Banjo und eine Ukulele. Wenn möglich, übt er zwei bis drei, manchmal vier Stunden am Tag. Zahlreiche Songs hat er mittlerweile geschrieben. „Davon würde ich aber nur zehn herzeigen“, lacht er.

Dabei kommen seine Songs bestens beim Publikum an, wie sich jüngst bei der CD-Vorstellung im Weiler Gasthaus „Chläbi“ oder am Freitag beim Open-Air-Konzert des Kant-Gymnasiums zeigte.

Ein Volltreffer bei Liveauftritten ist der Song „Baby, bitte verpiss Dich“. Die unerwartete Wendung gegen Ende sorgt regelmäßig für Gänsehautfeeling beim Publikum.

Hörproben gibt es auf Youtube. Die CD kann für 7,50 Euro per E-Mail bestellt werden (fynn.janke@icloud.com), bei Liveauftritten kostet sie fünf Euro.

Junge Bands, die sich mit einem Bandportrait im Jugend- und Trendmagazin Spunk vorstellen möchten, können sich unter E-Mail an spunk@verlagshaus-jaumann.de melden.

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