Weil am Rhein Hauptziel erreicht

Jennifer Ningel
Der Quartierstreff in Friedlingen wurde feierlich eröffnet. Foto: Beatrice Ehrlich

Der dauerhafte Quartierstreff in Friedlingen ist der Quartiersmanagerin wichtig, wie in ihrem Jahresbericht deutlich wurde.

Bei der Sitzung des Kultur-, Sport- und Verwaltungsausschusses hat Sonia Bekhoucha-Held über das Quartiersmanagement in Friedlingen berichtet. Die Quartiersmanagerin stellte die Aktionen vor, sprach über die Öffentlichkeitsarbeit und ging auf Themen wie Finanzierung und Budget ein.

Vier Säulen zum Etablieren

Die weitere Etablierung des Quartiersmanagements drehe sich – wie im Jahr zuvor – um vier Säulen: Kontakte aufbauen, Kooperationspartner in Projekte einbinden, Netzwerke pflegen und Finanzierung finden. Das Hauptziel in diesem Jahr war dabei, einen festen Raum für den Quartierstreff zu finden. Von November 2022 bis April gab es bereits einen temporären Quartierstreff, berichtete Bekhoucha-Held. Diesen Monat wurde der Treff in der Hauptstraße 400 eröffnet und somit das Hauptziel erreicht.

Als wichtigen Punkt für die Öffentlichkeitsarbeit nannte die Quartiersmanagerin immer noch die gedruckten Flyer. Weiterhin berichtete sie als Teil der Öffentlichkeitsarbeit von den Einwohneraktionen im vorübergehenden Quartierstreff. Dabei war die Quartiersmanagerin dreimal in der Woche für je zwei Stunden vor Ort, sodass die Leute erzählen konnten. „Es ist wichtig, dass die Leute sich treffen können.“

Weiterhin ging Bekhoucha-Held auf die Aktionen und Veranstaltungen ein. So gab es „Clean Up Days“ – drei seien für nächstes Jahr geplant – und auch das „Urban Gardening“ soll weitergeführt werden. „Die Fläche beim Rheinpark sieht schlecht aus“, berichtete die Quartiersmanagerin. Sie erklärte, dass viel gestohlen wurde und die Gärtner dann die Motivation verloren hätten. Eine zweite Fläche gebe es bei der Diakonie.

Kinder berücksichtigen

Auch für Kinder wurden Veranstaltungen organisiert. So gab es zwei Workshops im Kesselhaus, wo die Kinder zum einen die Ateliers besichtigten und zum anderen selbst aktiv wurden. Weiterhin gab es eine AG mit der Rheinschule unter dem Motto „Friedlingen kennenlernen“. Dabei wurden Orte besucht, zu denen die Kinder sonst nicht gehen, berichtete Bekhoucha-Held – das Rheincenter, die Collab Gallery und Urban Gardening.

Einwohner bieten Aktionen

Einige Veranstaltungen wurden auch von den Friedlingern getragen. So habe eine Friedlingerin Lesetraining für zehn Kinder organisiert, wobei deutlich mehr Interesse gezeigt hätten. Auch die „Mitbringweihnachtsfeier“ sei eine Idee von Bewohnerinnen gewesen. Das Konzept habe sich bewährt, sagte die Quartiersmanagerin, was sie daran festmacht, dass sie an der Feier krankheitsbedingt nicht anwesend war und trotzdem alles funktioniert habe. Das Stellen des Raums habe ausgereicht und so soll es auch sein, erklärte Bekhoucha-Held.

Begeistert war sie von der Pflanztauschbörse. Durch die Platzierung vor der Bäckerei Gehri habe es viele Leute gegeben, die sie erst an dem Tag gesehen haben und spontan nach Hause fuhren, um Pflanzen zum Tauschen zu holen.

Finanzierung unklar

Bekhoucha-Held berichtete, dass die Ausgaben für das dritte Jahr 6890 Euro betrugen. Ein großer Teil sei in den „Clean Up Day“ gegangen. Sie erklärte, dass dieser Posten auch zu den günstigsten werden könnte, allerdings habe die Quartiersmanagerin bewusst in T-Shirts und Verpflegung investiert, „damit es was Schönes ist“.

Die Finanzierung sei ein großes Thema. Hauptamtsleiterin Annette Huber erklärte in der anschließenden Fragerunde, dass es noch keine dauerhafte Finanzierung gebe. Es würde momentan geschaut, was für Träger- und Finanzierungsmodelle es gebe. In diese Überlegungen werde auch der Quartierstreff in der August-Bauer-Straße einbezogen.

Die anwesenden Ausschussmitglieder würdigten die Arbeit von Bekhoucha-Held und bedankten sich bei ihr für ihren Einsatz.

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