Weil am Rhein Heldelinger Unterführung soll im Sommer 2022 öffnen

Die Heldelinger Unterführung soll im Sommer 2022 öffnen. Foto: Marco Fraune

Weil am Rhein - Aufgrund der Baumaßnahmen der Bahn an der Heldelinger Unterführung und der Kanderstraßenbrücke ist die Unterführung bis einschließlich Juli gesperrt.

Zwei Optionen zur Straßensanierung der Heldelinger Straße, die als städtische Maßnahme im Anschluss der Bahnmaßnahme vorgesehen ist, standen zur Auswahl, wie das Stadtbauamt im Bau- und Umweltausschuss informierte: der Bau der Heldelinger Straße im Anschluss an die Bahnmaßnahme bei Beibehaltung der Komplettsperrung oder aber die Teilfreigabe der Heldelinger Unterführung bei Bauausführung der Heldelinger Straße in einem versetzten Zeitfenster.

Planung aus dem Jahr 2012

Letztere Ausführungsoption erfolgt nun, da es laut Verwaltung im Planungsablauf verschiedene Anpassungen gab. Diese resultieren zum einen aus der langen Planungszeit – die Ursprungsplanung ist aus dem Jahr 2012 – und einer räumlichen Erweiterung der Planung, führte Stadtbauamtsleiter Christian Renner für den Ausschuss schriftlich aus.

„Nach Weiterführung der Planung aus dem Jahr 2012 stellte sich heraus, dass die gewählte Konstruktion zum Schutz des Hauptsammlers in der Heldelinger Unterführung mittels eines Rahmenbauwerks von Seiten der Stadtwerke nicht als geeignete Lösung angesehen wurde“, heißt es weiter.

Da die Heldelinger Straße tiefer gelegt werden muss, der Kanal in seiner Lage nicht verändert werden soll, muss eine neue Tragwerkslösung gefunden werden, so Renner weiter. Das beauftragte Ingenieurbüro sei als Verkehrsanlagenplaner nicht in der Lage, diese statische Berechnung der Tragwerksplanung durchzuführen.

Räumlich erweitert

Des Weiteren wurde die bisher vorliegende Planung aus dem Jahr 2012 räumlich erweitert, um den Bereich zwischen Heldelinger Unterführung und B 3 insbesondere auch für den querenden Fußgängerverkehr über die Heldelinger Straße sicherer und barrierefrei gestalten zu können. Renner: „Dies führte zu einem erweiterten Planungsauftrag und damit auch zu einem höheren Planungsaufwand.“

Da sich im Bereich des Böschungsbauwerks an der Kanderstraßenbrücke Mängel in der Böschungsbefestigung gezeigt haben, muss hier von Seiten der DB nachgebessert werden, so die Verwaltung weiter. Grund für diese Mängel seien die Starkregenereignisse der vergangenen Woche. „Aus den genannten Gründen wird eine provisorische Öffnung der Heldelinger Unterführung frühestens ab Ende Juli möglich sein.“

Zuerst provisorisch

Ab Ende Juli ist die provisorische Öffnung der Heldelinger Unterführung als Einbahnstraße in West-Ost- Richtung B 3 vorgesehen. Grund ist das Parken am Märktweg auf der Ostseite, sodass auf dem Märktweg ein besserer Verkehrsfluss von Nord nach Süd in Richtung Unterdorf gewährleistet werden kann, heißt es weiter.

Sollte ein Notfall im Unterdorf das Ausrücken der Feuerwehr aus dem Oberdorf notwendig machen, so kann die Wehr im Einsatz entgegen der vorgeschlagenen Einbahnrichtung vom Oberdorf ins Unterdorf queren, weiß der Stadtbauamtsleiter.

Die provisorische Öffnung sei bis Ende November dieses Jahres geplant, da ab Dezember mit dem Bau der Heldelinger Straße zwischen der B 3 und der Güterstraße begonnen werden soll. Voraussetzung hierfür ist laut Renner, dass das beauftragte Planungsbüro die entsprechenden Unterlagen bis Anfang September zur Verfügung stellt, damit dann im September in den Gremien der entsprechende Baufreigabebeschluss gefasst werden kann.

Die Weiler Stadtverwaltung rechnet aktuell mit einer Bauzeit von neun Monaten, sodass im Sommer nächsten Jahres mit der Öffnung der Heldelinger Unterführung zu rechnen sei.

„Neun Monate ein Wort“

Zwar ist damit ein Ende der langen Geschichte absehbar, doch Axel Schiffmann (UFW) will noch etwas aufs Tempo drücken lassen. „Neun Monate sind ein Wort.“ Er setzt darauf, dass die Bauzeit sich noch etwas reduzieren lässt.

Dies sei aber ein Ressourcenthema, machte Renner dem Stadtrat wenig Hoffnung, da bis September die Kosten sauber berechnet sein müssen. Außerdem unterstrich der Stadtbauamtsleiter, dass die Stadt nie gesagt habe, direkt im Anschluss an die Arbeiten der Bahn mit ihrem Part zu beginnen.

Schiffmann legte zugleich Wert darauf, mit Augenmaß bei der Zeitumsetzung vorzugehen, damit in einem Zug durchgearbeitet werden kann.

Noch Bahn-Restarbeiten

Peter Reinacher (CDU) verwies zudem darauf, dass der Fußweg am Damm zuletzt immer wieder unter Wasser gestanden habe, womit sich das Aufbringen von Schotter anbiete. Die Straße sei noch nicht freigegeben, so Renner. Die Bahn müsse erst noch die Restarbeiten erledigen, was mit einer Übergabe dann auch festgehalten wird. Dann soll auch nicht vom Damm dass Wasser zum falschen Ort fließen.

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