Weil am Rhein Hoffen auf Interreg-Mittel

Vor dem potenziellen Innovationszentrum „Triotop“ im Nonnenholz: Henriette Schubert (v.l.), Josha Frey (MdL), Annette Grimm, die grüne Bundesstagsabgeordnete Kerstin Andreae, Gerhard Zickenheiner sowie die Landtagsabgeordneten Bärbel Mielich und Thomas Marwein. Foto: Jasmin Soltani Foto: Weiler Zeitung

Weil am Rhein (jas). Um grenzüberschreitende Zusammenarbeit am Oberrhein ging es gestern bei einer Tour der AG Südbaden. Sie führte die Arbeitsgemeinschaft der Grünen- Abgeordneten aus Land und Bund auch ins Nonnenholz zur Besichtigung des für die Internationale Bauausstellung Basel (IBA 2020) vornominierten Projekts „Triotop“, wo die Grünen auch über die Resolution „Gemeinsam mit Euro wachsen“ informierten (siehe Kreisseite).

Vor dem Gut Nonnenholz informierte sich die Runde, zu der Bundestagsabgeordnete Kerstin Andreae und die Landtagsabgeordneten Josha Frey, Bärbel Mielich und Thomas Marwein gehörten, über den Stand der Dinge bei dem mit 4,2 Millionen Euro veranschlagten Projekt. Architekt Gerhard Zickenheiner und Annette Grimm vom Grenzüberschreitenden Naturschutz beim Trinationalen Umweltzentrum (Truz), erläuterten die Bedeutung des Projekts im Spannungsfeld zwischen Agglomeration und Landschaft ein trinationales Innovationszentrum für Umweltschutztechnologie und Naturschutz aufzubauen.

Das im Jahr 1945 gebaute, ehemals landwirtschaftlich genutzte Gebäude mit umliegendem Areal von rund 20000 Quadratmeter befindet sich, erläuterte Zickenheiner, im Besitz des Kantons Basel. Dieser stünde dem Projekt aber wohlwollend gegenüber und habe sich bereit erklärt, die Gebäude und Flächen für rund 360 000 Euro zur Verfügung zu stellen. Neben dem Truz als Hauptnutzer des Gebäudes sollen in zehn bis 15 Containern unter dem Schutz des alten Scheunendaches Arbeitsplätze für Start-Up-Unternehmen aus dem „grünen Bereich“ entstehen. Des Weitern vorgesehen sind ein Tagescafé sowie Seminarräume, Ausstellungsflächen und Werkstätten. Im Außengelände sind Mietergärten von 40 bis 80 Quadratmeter Größe geplant, die unter der Regie des Truz an Stadtbewohner vermietet werden sollen.

Ziel sei es, mit vielen Bausteinen Menschen und Ideen ins Areal zu holen, das zu einer naturnahen Begegnungsstätte werden soll. Das Projekt, das noch vom Truz getragen werde, solle später in die Trägerschaft der Kommunen übergehen. Eine Entscheidung darüber solle bis Ende des Jahres 2015 fallen.

Für Josha Frey eröffnet das Triotop auch die Chance, den Verdichtungsraum um Basel für das Förderprogramm „Leader“ zu öffnen, das eigentlich zur Stärkung und Weiterentwicklung ländlicher Gebiete gedacht ist. Wie Zickenheiner sah er zudem die Möglichkeit, das Triotop als eines der ersten Interreg-Projekte für die Periode 2014 bis 2020 zu platzieren, durch das 78 Millionen Euro an den Oberrhein fließen sollen. Gleichwohl bleiben die Kofinanzierungsanteile der Kommunen ein harter Brocken, müssen doch zwei Millionen Euro beigesteuert werden. Noch konnte auch die Wirtschaft als Kofinancier nicht gewonnen werden.

Annette Grimm erläuterte die vielfältigen Schutzfunktionen des Mattfelds und des Landschaftsparks Wiese. Die Wertschätzung für diesen „Naturschatz“ gingen auf deutscher und Schweizer Seite sehr weit, so dass eine Bebauung ausgeschlossen sei.

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