„Was tun? Was tun!“ - so lautete das offizielle Motto der zwölften Energiewendetage, die am 15. und 16. September in ganz Baden-Württemberg stattfanden. Diesem Motto folgten auch die Schüler und Lehrer des Oberrhein-Gymnasiums (OGW) in Weil am Rhein, indem eine Aktion zum Thema erneuerbare Energien und Umweltschutz veranstalteten.

Weil am Rhein. Die baden-württembergischen Energiewendetage sollen den Bürgern die Möglichkeit geben, sich über die Themen erneuerbare Energien, Energiesparen, Energieeffizienz sowie Klimaschutz und die Reduzierung von Treibhausgasen zu informieren. Überall in Baden-Württemberg engagieren sich dabei verschiedene Akteure mit Veranstaltungen, Projekten und Aktionen dafür, Energiethemen vor Ort lebendig zu machen, das Nachdenken über den Umgang mit Energie anzuregen und das Umdenken zu fördern.

Ratespiele und Versuche

Mit diesem Ziel hatten Schüler der NwT-Gruppen der Kursstufe 1 und der zehnten Klassen des OGW unter der Leitung ihrer Lehrer Annemarie Stephan und Christoph Koch-Kalmbach eine Präsentation zum Thema Energiewende organisiert, wie im Nachgang berichtet wird. An Info-Ständen in der Aula, mithilfe von Ratespielen und durch praktische Versuche wollten sie dieses Thema konkret sicht- und erfahrbar machen sowie praktische Tipps und allgemeine Informationen zum Energiesparen im Alltag geben.

So veranschaulichte etwa ein mithilfe einer normalen Lampe über Solarzellen angetriebener Ventilator das Funktionieren einer Solaranlage, von Schülern gestaltete Infostände erläuterten, was es mit Biomasse, Geothermie oder Wasserkraft auf sich hat, und bei einem Energiespar- Quiz durften die Schüler ihr Wissen über Energiesparen auf den Prüfstand stellen.

An einem anderen Stand konnten Lehrer und Schüler durch das Bedienen einer Kurbel die Erzeugung von Strom durch Windräder experimentell nachvollziehen, gleich daneben gab es Informationen über die fraktionierte Destillation von Rohöl sowie ein Zuordnungsspiel über aus Rohöl gewonnene Produkte. Außerdem stand viel Informationsmaterial zum Mitnehmen zur Verfügung, das vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft allen teilnehmenden Partnern zur Verfügung gestellt worden war.

Die Resonanz bei Schülern und Lehrern war jedenfalls groß, was sicherlich auch daran lag, dass statt rein theoretischer Vermittlung von Wissen die konkrete Erfahrung und das praktische Ausprobieren im Vordergrund standen und die Erklärungen direkt von Schülern zu Schüler erfolgten, was dem Prinzip „Lernen durch Lehren“ entspricht, das sich durch eine große Effektivität auszeichnet.

Energiemanager in jeder Klasse

Das Oberrhein-Gymnasium bietet sich dabei aufgrund seiner extrem energiesparenden Konstruktion für solche Aktionen besonders an, heißt es weiter. Schon seit zwei Jahren kümmern sich in jeder Klasse so genannte Energiemanager darum, dass Lüftung, Heizung und Stromversorgung so effizient genutzt werden wie vorgesehen.

Dahinter steht ein größeres Nachhaltigkeitskonzept, das von allen am Schulleben Beteiligten einen umweltschonenden Umgang mit den Ressourcen fordert, weswegen dieser Gedanke auch im Leitbild der Schule verankert wurde, indem es unter der Überschrift „Aktiver Umweltschutz“ heißt: „Durch unser alltägliches Verhalten setzen wir uns gemeinsam dafür ein, die Umwelt nachhaltig zu schützen. Die energieschonende Bauweise unserer Schule ist uns ein Vorbild für einen bewussten Umgang mit den natürlichen Ressourcen. “