Weil am Rhein Kugeln werfen im Park

Die Boule-Fans um Werner Krompholz (vorne) wünschen sich eine geeignete Bahn im Läublinpark. Foto: Alisa Eßlinger Foto: Weiler Zeitung

Im Weiler Läublinpark ist jeden Freitag die Boule-Gruppe des „Offenen Kreises“ der Pfarrgemeinde St. Peter und Paul anzutreffen. Gespielt wird auf dem Spazierweg, doch das ist für die Spieler alles andere als ideal. Denn das Wurzelwerk kann den Lauf der Kugeln beeinflussen und das Spiel dabei verfälschen. Die Gruppe um Werner Krompholz hofft deshalb auf eine richtige Boulebahn.

Von Alisa Eßlinger

Weil am Rhein . Das Spielfeld sollte rund 15 Meter lang und etwa zwei Mal 4,5 Meter breit sein, also Platz für zwei Bahnen bieten, haben die Boule-Fans schon klare Vorstellungen. Zudem soll ein Tisch mit Sitzbank sowie zwei weitere Bänke aufgestellt werden. „Die meisten von uns sind älter. Unsere Mitglieder sind zwischen 60 und 90 Jahre alt, da muss man sich zwischen den Spielen auch mal hinsetzen können“, erklärt Kromp­holz. Im Winter wäre auch eine Laterne von Vorteil, sodass auch in der Dämmerung gespielt werden kann – denn Kälte mache den Hobby-Boulern nichts aus.

Im Haushalt beraten

Die Bemühungen um einen Bouleplatz laufen bereits seit zwei Jahren. Laut Krompholz habe Weils Oberbürgermeister Wolfgang Dietz bereits bestätigt, dass die Kugel-Bahnen im Haushaltsplan für das kommende Jahr berücksichtigt werden sollen.

In Märkt wünschen sich die „Boule-Freunde“ eine Erweiterung ihrer Bahn. Ortsvorsteher Stefan Hofmann informierte kürzlich im Ortschaftsrat über eine entsprechende Anfrage. Dann könnten gegebenenfalls zwei Mannschaften darauf spielen, da sie auch von auswärtigen Spielern häufig genutzt werde.

Krompholz war vor fast drei Jahren mit seiner Frau Edith zufällig im Läublinpark Kaffee trinken, als eine Gruppe älterer Menschen sie ansprach und sie fragte, ob sie denn nicht auch Lust hätten, Boule zu spielen. Bei der Gruppe handelte es sich um mehrere Mitglieder des „Offenen Kreises“ der katholischen Gemeinde.

Die Begeisterung für das Boulespiel wurde dabei neu entfacht: Das Ehepaar Kromp­holz hatte bereits vor 45 Jahren das Boulespielen in Frankreich für sich entdeckt. „Jetzt haben wir die Kugeln wieder herausgeholt“, berichtet der Weiler.

Boule sei spannend und das bis zum Schluss. „Die letzte Kugel kann sogar das Spiel entscheiden“, erklärt Edith Krompholz. „Teilweise sind es nur Millimeter-Abstände, die zum Gewinn beitragen“, fügt Werner Kromp­holz hinzu. Um Streit dabei vorzubeugen, misst er mit seinem selbst gebauten Maßstab den genauen Abstand der Kugeln nach. Doch zwischen den zwölf Mitgliedern herrscht stets ein freundschaftlicher Umgang.

Gespielt wird immer freitags von 14 bis 17.30 Uhr. Die Gruppen bestehen aus Zweier- oder Dreier-Teams. Bei einem regen Andrang hätte es aber auch schon Vierer-Gruppen gegeben. Im Anschluss an das Spiel gehen die Boule-Spieler noch ins Café und sitzen gemütlich zusammen. Dienstags trifft man sich übrigens in Holzen, wo eine fachmännisch hergestellte Bahn für die Spieler zur Verfügung steht.

Für Krompholz steht jedenfalls fest: „Eine Boulebahn wäre eine gute Ergänzung für den Läublinpark. Jeder kann sie benutzen. Wir sind halt immer freitags dort, aber auch bei uns kann man mitmachen.“

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