Weil am Rhein Noch Hoffnung im Schnee

Die Ski-Hütte des Ski-Clubs Weil am Rhein im Winterkleid: In der wärmeren Jahreszeit soll diese verstärkt extern vermietet werden. Foto: zVg

Weil am Rhein - Reichlich Schnee, aber keine Angebote in der weißen Pracht: Der Ski-Club Weil am Rhein hat weitere Kurse aufgrund des Shutdowns absagen müssen. Noch besteht die leise Hoffnung, zumindest etwas in Todtnauberg anbieten zu können. Das dortige Vereinsdomizil muss derzeit zwar ungenutzt bleiben, doch es soll künftig extern häufiger vermietet werden, so ein Plan für die Nach-Corona-Zeit.

Wintersportbedingungen aktuell traumhaft

Die Wintersportbedingungen sind in und um Todtnauberg aktuell „traumhaft“, hat Vereinssprecherin Ninja Wildemann erst am vergangenen Wochenende bei einem Ausflug erlebt. „Seit Jahren hatten wir nicht so gute Wetterbedingungen.“

Vielmehr mussten die Vereinsverantwortlichen nicht wegen der Kälte zittern, sondern ob die in der ersten Januarwoche stets anstehende Jugendwoche überhaupt stattfinden kann, also ob genug Schnee liegt. „So ist es halt“, bedauert Wildemann, dass die Top-Bedingungen ungenutzt bleiben müssen. „Nun warten wir ab, denn wir wissen nicht, wie die Corona-Zahlen sich entwickeln werden.“

Verschiedene Absagen

Eigentlich hätte an diesem und am nächsten Wochenende ein Drei-Tages-Ski- und Snowboardkurs in Todtnauberg vom Weiler Ski-Club stattfinden sollen. Doch: abgesagt. Gleiches gilt für den 24. Januar, wenn Schneespaß auf Langlaufski beim „Nordic Day Offen“ für die ganze Familie auf dem Programm gestanden hätte. Die „Ski Academy für Schüler“ am darauffolgenden Wochenende fällt auch dem aktuellen Lockdown zum Opfer.

Der bange Blick richtet sich damit nun auf die Angebote im Februar: „Ski-Fun“ am 6. und „Vater/Mutter-Kind Ski-Event auf der Hütte“ vom 12. bis 15. sowie die Kinder- und Jugendfreizeit in den Fasnachtsferien sowie die „Ski Academy für Schüler“ am 27. sind noch nicht offiziell abgesagt.

Doch für die Vereinssprecherin steht fest: „Es muss auch sinnvoll sein, selbst wenn es offiziell erlaubt ist.“ So trage man eine Verantwortung für die Kinder. Als letzter Termin in diesem Winter noch auf dem Programm steht, gemeinsam die Saison mit einen „wunderschönen Skitag“ in Grindelwald am 27. März zu beenden.

„Wir wollen so spontan wie möglich sein“, halten sich Wildemann und ihre Vorstandskollegen noch Optionen offen, die optimalen Bedingungen in Todtnauberg auch auszukosten.

Für Vereine verboten

Eigentlich spielt dabei stets die Ski-Club-Hütte in Todtnauberg eine zentrale Rolle. Diese wurde vor dem Lockdown so hergerichtet, dass genug Abstand eingehalten werden kann und das Hygienekonzept greift. Beispielsweise sind Tische herausgeräumt worden, um mehr Freifläche zu schaffen. „Wir wurden durch die Ereignisse dann überrollt“, rekapituliert die Sprecherin die Entwicklung in den vergangenen Wochen.

In Todtnauberg gibt es zwar einen Lift, der von einer Familie pro Stunde exklusiv gemietet werden kann, für Vereine ist dies jedoch nicht zulässig. Und obwohl der Langlauf dort mit Vereinsmitgliedern aufgrund der Schneemengen bestens möglich wäre, fällt auch das aufgrund der Auflagen flach. „Sämtliche Vereinsaktivitäten sind nicht erlaubt.“ Ansonsten drohen auch den Weiler Ski-Club-Verantwortlichen hohe Bußgelder. Hinzu käme der Image-Schaden.

„Wir gucken, was wir noch anbieten können, doch sind durch die Vorgaben extrem gebremst.“ Man mache dies von der weiteren Corona-Entwicklung abhängig. Der Verein werde sich dann die Rahmenbedingungen ansehen und kurzfristig entscheiden. Finanziell entsteht dem Ski-Club zwar ein Schaden, der sich aber in Grenzen hält. Die Einnahmen aus den Kursen und Angeboten fehlen.

Ski-Hütte auslasten

Mit der Neuaufstellung der Vereinsspitze um den neuen Vorsitzenden Felix Wildenberg wird strukturell an Stellschrauben gedreht. Ein zentraler Punkt ist hier auch die Vermietung der Ski-Hütte in Todtnauberg. Lief dies bislang vor allem über Mundpropaganda, wird nun auch auf die Buchungsplattform www.gruppenhaus.de gesetzt.

Ab April bis Ende Oktober ist die Hütte mit 35 Schlafplätzen als Selbstversorgerhaus zu mieten, mindestens für zwei Nächte. Pro Nacht kostet dies 250 Euro, hinzu kommt noch die Kurtaxe.

Die ersten Anfragen und Reservierungen sind bereits eingagengen, freut sich die Sprecherin. So könne die Auslastung gesteigert werden. Durch die Nutzung der Buchungsplattform entfallen für den Verein einige Verwaltungsarbeiten. Die coronabedingte Handlungsunfähigkeit im Vereinsleben biete die Möglichkeit für konzeptionelle Veränderung. „Wir sehen es als Chance und auch, um die Hütte auf Vordermann zu bringen.“

 Auf der Internetseite www.skiclub-weil-am-rhein.de informiert der Verein laufend, welche Angebote noch stattfinden.

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