Weil am Rhein Nur in kleinen Gruppen

Foto: sba Foto: Weiler Zeitung

Unter Auflagen ist seit gestern wieder Vereinssport in Hallen erlaubt. Wie verschiedene Weiler Vereine den sportlichen Betrieb regeln und welche Konzepte sie sich überlegt haben, stellt eine Umfrage unserer Zeitung dar.

Von Saskia Scherer

Weil am Rhein. Der TV Weil wird seine Jahnhalle nach den Pfingstferien, am 15. Juni, wieder öffnen. „Das haben wir mit der Stadt und dem ESV so abgesprochen“, erläutert Petra Pfefferle im Gespräch mit unserer Zeitung. Im Moment könne bereits auf dem Rasenplatz vor der Halle trainiert werden – allerdings nur mit maximal zweimal fünf Teilnehmern. „Das heißt, das Training muss gestaffelt werden oder weiterhin ausfallen.“

Auch in der Halle wird die Anzahl der Personen auf zehn beschränkt sein. Des Weiteren müssen die Geräte desinfiziert werden und dürfen während des Trainings nicht untereinander ausgetauscht werden. Außerdem wird ein Protokoll geführt, wer von wann bis wann da war. Duschen und Umkleidekabinen werden abgeschlossen, die Sportler müssen schon umgezogen zum Training erscheinen. Die Toiletten sind geöffnet, dürfen aber nicht von mehreren Personen gleichzeitig benutzt werden.

Auflagen einhalten

„Die Auflagen sind zu 100 Prozent einzuhalten“, betont Pfefferle. Sportarten, die nicht ohne einen Mindestabstand von eineinhalb Metern auskommen, seien weiterhin tabu – wie Tanzen oder Ballspiele. Generell dürften sich aber die Übungsleiter überlegen, wie sie das Training regelkonform gestalten können. Es gebe ja auch beim Balltraining Möglichkeiten, sich nicht zu nahe zu kommen. „Wir sind froh, dass es langsam wieder los geht“, meint Pfefferle. Natürlich könne der Betrieb nicht von null auf 100 hochfahren.

Auch beim ESV Weil am Rhein ist nach den Ferien ein „langsamer Wiederbeginn“ geplant, wie Alfred Schöne, Vorsitzender Sport und Organisation, ankündigt. Der Verein habe der Stadt einen Hygieneplan vorgelegt. Die Gruppen müssen künftig aufgeteilt werden, so wie es bereits jetzt bei den ESV-Leichtathleten der Fall ist, die draußen trainieren. „Da kommen kleine Gruppen von fünf bis zehn Kindern zu verschiedenen Uhrzeiten“, erklärt Schöne.

In der Halle wurden ebenfalls die Duschen abgeschlossen, Desinfektionsmittel steht bereit. Umziehen vor und nach dem Training müssen sich die Sportler jeweils zu Hause. Fragen, wie wann die Handballsaison wieder beginnt, gelte es noch zu klären. Generell meint Schöne, dass vor den Sommerferien vermutlich nicht mehr viel laufe.

Regelbetrieb nicht möglich

In der Abteilung Rollkunstlauf des RSV Weil am Rhein dürfen derzeit nur die Bundeskaderläufer trainieren, berichtet Vorsitzender Christian Bürgin. Im Hockey findet dagegen überhaupt kein Training statt, da es zu den Kontaktsportarten zählt, die nach wie vor nicht erlaubt sind. Wenn es gut laufe, könne der Betrieb vielleicht im September oder Oktober wieder aufgenommen werden. „Aber wir wissen es noch nicht“, stellt Bürgin klar.

Im Rollkunstlauf sei die Meisterschaft auf den Herbst verschoben worden, aber auch da wisse man noch nicht sicher, ob diese stattfinden kann. Es handele sich um eine Handvoll Läufer, die trainieren darf. „Eigentlich gehören der Abteilung insgesamt knapp 100 Kinder an, aber wir können noch keinen Regeltrainingsbetrieb anbieten, das ist nicht händelbar“, erklärt Bürgin. Denn derzeit dürften nur vier bis fünf Läufer plus ein Trainer in die Halle. „Wir müssen abwarten.“

Eine kleine Gruppe des TV Haltingen wird sich heute Abend zusammensetzen, um einen Plan zu erstellen, kündigt Vorsitzender Peter Reinacher an. In den Pfingstferien sei die Halle ohnehin geschlossen, aber danach werde der Trainingsbeginn angepeilt. Wie das Konzept aussehen soll, kann Reinacher erst nach der Sitzung sagen. In dieser werde man prüfen, wie die Auflagen aussehen und wie diese umsetzbar sind.

Die TSG Ötlingen hat ebenfalls für heute Abend eine Sitzung geplant, in der ein Konzept entwickelt werden soll, wie die zweite Vorsitzende Catherina Winterle berichtet. „Es ist ja auch von Sportart zu Sportart verschieden – ob sich nun eine Eltern-Kind-Gruppe trifft oder aber eine Fitnessgruppe, bei der jeder auf seinem festen Platz steht, ist ein Unterschied“, meint sie. In der Sitzung soll also überlegt werden, was wie möglich sein wird.

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