Weil am Rhein-OB-Wahl Die Wahl läuft schleppend an

Daniel Hengst
Moritz Christoph fand es erstaunlich einfach, sich bei der Wahl zu entscheiden. Foto: Daniel Hengst

Noch ruhig ist es am Vormittag in Friedlingen bei der Wahl für den OB-Chefsessel. Das große Ganze ist Wählern wichtiger als „Klein-Klein“.

In einem der Wahllokale in der Rheinschule in Friedlingen geht es am Sonntagvormittag sehr ruhig zu. Gelegentlich müssen die Wahlhelfer auffordern kurz zu warten, bis eine der Wahlkabinen wieder frei ist. „Die Beteiligung ist vergleichbar mit der bei anderen Wahlen“, gibt Klaus Schroedter, der an der Wahlurne sitzt, eine persönliche Einschätzung ab. Er sitze hier schon seit Jahren immer wieder, ob bei Bundestags- oder Landtagswahlen, der OB-Wahl jetzt und wohl auch im Juni bei der Kommunal- und Europawahl. Morgens sei es immer etwas verhalten, gibt er kurz nach 12 Uhr preis.

Wähler kommen nach dem Mittagessen

„Nach dem Mittagessen, wenn die Menschen einen Sonntagsspaziergang machen, dann kommen sie auch zum Wählen“, meint Schroedter, der bei der Weiler Stadtverwaltung im Bereich Gebäudemanagement arbeitet. An der Tafel des Klassenzimmers steht die Wahlbeteiligung für dieses Wahllokal. In der ersten Stunde nach 8 Uhr kamen gerade einmal sechs Wähler. Bis 10 Uhr waren es dann schon 30 Personen, die ihr Kreuz gemacht hatten, was 2,02 Prozent entspricht. 4,83 Prozent sind es dann bis 11 Uhr, was 72 Stimmberechtigten entspricht. Insgesamt 110 Wähler waren es dann bis 12 Uhr, dies sind 7,39 Prozent dieses einen Wahlkreises in Friedlingen.

Der Aufzug in Haltingen ist nicht entscheidend

Vor dem Wahllokal kommt gerade Moritz Christoph aus der Türe heraus: „Auf YouTube habe ich mir die Kandidatenvorstellung angesehen, da ich am eigentlichen Termin nicht konnte.“ Wert legte er darauf, wie ihn die Kandidaten ansprechen, wie sie sich verhalten und welche Inhalte sie vermitteln. „Einige sind sehr ins Detail gegangen, ins Klein-Klein“, sagt Moritz. Den 45-Jährigen hat allerdings mehr interessiert, welches große Bild sie von der Zukunft für Weil am Rhein zeichnen. Da sei es weniger entscheidend, ob in Haltingen der Aufzug funktioniere. Er finde die Vision eines Kandidaten wichtig, der nicht nur kurzfristig denke, sondern schon über die nächsten zehn Jahre hinaus blicke. „Es war erstaunlich einfach sich zu entscheiden“, sagt der frühere Novartis-Mitarbeiter, der eine Fortbildung in Bühnenkunst absolviert und, da er früher schon Leistungstänzer war, eine Gewichtung im Bereich Tanz habe. „Es sind dann zwei Kandidatinnen gewesen, zwischen denen ich mich entscheiden musste.“ Dann habe ich geschaut, „wer besser passt.“

Foto: Daniel Hengst

Wer besser passt, dass ist für Günter Dußmann keine Frage. „Es gibt nur eine Kandidatin, die in den letzten Jahren in besonderer Verantwortung stand, sei es in einem Unternehmen, als Bürgermeisterin in Rheinfelden oder derzeit als Bundestagsabgeordnete: Diana Stöcker.“ In Weil am Rhein bekomme die Stadt eine „komplett neue Führung“. Beide Bürgermeister seien neu im Amt. „Da ist es besonders wichtig, dass wir eine kompetente Kandidatin als Oberbürgermeisterin wählen.“ Der Frau des CDU-Stadtverbandsvorsitzenden, sieht das auch so. „Die Wahl fällt sehr einfach“, sagt Michaela Bisch-Dußmann, gerade wenn sie in die Zukunft der Stadt blicke, da sei Erfahrung sehr wichtig.

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