Weil am Rhein Sich für Menschen in der eigenen Stadt einsetzen

Zustifter Erwin Ruser (Mitte) bei der Spendenübergabe mit dem Vorsitzenden der Bürgerstiftung Jürgen Allweier (links) und Oberbürgermeister Wolfgang DietzFoto: Alisa Eßlinger Foto: Weiler Zeitung

Weil am Rhein (aje). Einen kleinen Beitrag vor Ort leisten, das will der Neu-Weiler Erwin Ruser. Freuen kann sich darüber die Bürgerstiftung Weil am Rhein, denn sie erhält eine Zuwendung von 10 000 Euro.

Durch die langjährige Freundschaft mit Vorstandsvorsitzenden Jürgen Allweier lernte er die Bürgerstiftung und ihr soziales Engagement kennen. Ruser hatte über 30 Jahre für die BMW Motorrad außereuropäisch gearbeitet. Durch seine beruflichen Reisen hatte Ruser viel von der Welt gesehen: „Ich habe die Not der Menschen miterlebt, aber auch, wo ich nicht helfen konnte. Nun kann ich die Hilfe auf dem direkten Weg anbieten“, sagt er. Auch die jüngste Erfahrung mit der Diagnose Krebs hat Ruser zu dieser Entscheidung veranlasst. „Ich will die Dankbarkeit, die ich in meinem zweiten Lebensabschnitt erfahren habe, nun im kleinen Rahmen teilen und kann einen Beitrag leisten, dafür dass ich hier leben darf.“

Allweier freut sich über den „beachtlichen Beitrag“ zur Unterstützung der Arbeit der Bürgerstiftung. Auch Oberbürgermeister Wolfgang Dietz sieht die großzügige Spende als anerkennenswert und beispielgebend an: „Es täte so manchem gut, über die eigene Gartentüre hinaus zu gucken. Denn auch wenn es uns gut in Deutschland geht, gibt es doch überall Schattenseiten.“

Dietz lobte die Arbeit von Allweier: „Er führt die Stiftung mit sehr viel Umsicht. Ich hätte nie gedacht, dass die Stiftung so erfolgreich wird und wie tief sie in der Bürgerschaft verankert ist.“ Dabei merkte Allweier an, dass eine Stiftung für eine lange Zeit angelegt ist. „Die meisten sind mehrere 100 Jahre alt, aber wir haben zumindest schon einmal den Grundstein gelegt. In ein paar Jahren wird es den Menschen dann zugutekommen.“

Dennoch werden von den 10 000 Euro insgesamt 7500 Euro für die Projekte der Weiler Bürgerstiftung in nächster Zukunft eingesetzt, während die übrigen 2500 Euro in die Kapitalerhöhung fließen.

Noch sind keine konkreten Projekte geplant, wie bei so vielem hat auch der Bürgerstiftung die Corona-Krise einen Strich durch die Rechnung gemacht. So konnten die bekannten „Weiler Gespräche“ in diesem Jahr nicht stattfinden. Ende dieses Jahres sind noch die Wahlen von Räten, Vorstand und Versammlung geplant, teilt der Vorsitzende mit. „Wir werden uns als Vorstand dann im Frühjahr zusammensetzten“, sagt Allweier.

Zwar sind noch keine konkreten neuen Projekte geplant, aber die Bürgerstiftung hat immer vier bis fünf Daueraufträge, die sie unterstützt. So konnte auch das Ferienprogramm mit dem Zirkus „Balu und du“ wieder stattfinden.

„Wo es finanziell klemmt, und der Staat oder die Gemeinde nicht handelt, springen wir in der Nische ein“, sagt Allweier. Die Stiftung setzt sich vor allem für Jugend- und Altenhilfe, Volks- und Berufsbildung sowie für Toleranz im Bereich der Kultur und dem Völkerverständigungsgedanken ein. Je nachdem, welche Auswirkungen die Corona-Krise auf die Weiler hat, könnte sich Allweier vorstellen, dass die Stiftung sich auch für Privatpersonen einsetzt. „Wenn ein konkretes Problem entsteht, kann die Bürgerstiftung aktiv werden“, fügt Ruser hinzu.

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