Weil am Rhein Sorge und auch Zuversicht

Mit einer Mischung aus Sorge und Zuversicht bewertet der Vorsitzende des Kulturrings, René Winzer, die aktuelle Corona-Situation. Der Dachverband der kulturtreibenden Vereine in Weil am Rhein hofft für die Aktiven auf eine solide Zukunft. „Wir werden alles Mögliche tun, um unsere Mitgliedsvereine zu unterstützen.“

Von Marco Fraune

Weil am Rhein. Wie schwierig die vergangenen Monate für Kulturtreibende waren, zeigt ein Blick in den Kulturkalender, der seit dem Lockdown nur sehr spärlich gefüllt war. „Da die vorgegebenen Verordnungen für die Vereine schwer umsetzbar sind, führte es bis jetzt oft zu Absagen der vorgestellten Veranstaltungen“, weiß Winzer. Und: „Mehrere Vereine scheiterten daran, alles so wie vorgeschrieben einzuhalten, umzusetzen oder sogar finanzieren zu können.“

Nun sorgt sich der Kulturring-Vorsitzende auch insgesamt um das, was Weil am Rhein zusätzlich lebenswert mache. „Ich fürchte einen Rückgang der Kultur in der Stadt, was die Mitgliedsvereine des Kulturrings betrifft.“ So hätten diese bislang große Verluste erlitten.

Die finanziellen Einbußen machten sich bemerkbar. Doch auch gesellschaftlich seien die Vereine laut Winzer durch die Zwangspause nicht mehr wahrnehmbar. Versammlungen können zudem teils nicht abgehalten werden. „Ein weiteres Problem sind keine oder nur unter erschwerten Bedingungen stattfindende Probestunden.“ Für den Vorsitzenden des Dachverbands steht daher fest: „Diese ganzen Verluste werden so schnell nicht aufholbar sein.“

Der Kulturring selbst versuche, seine Mitgliedsvereine immer aktuell auf dem Laufenden zu halten. Sobald sich gesetzliche Änderungen in den Vorgaben für Vereine ergeben, würden die neuesten Corona-Verordnungen per E-Mail verschickt. Auch mit der neuen Internetseite www.kulturring-weil-am- rhein.de gebe es wöchentliche Aktualisierungen. Denn schließlich würden verschiedene Institutionen in Baden-Württemberg Hilfe und Unterstützung anbieten.

Direkt Hilfe könne der Kulturring nicht leisten. Winzer: „Die Vereine müssen sich selbst an diese Adressen wenden. Wir können da leider nicht weiterhelfen, Zuschüsse oder sonstige Unterstützungen zu beantragen.“ Die Möglichkeiten sollten die Vereinsverantwortlichen auch nutzen, wie der Kulturring-Vorsitzende unterstreicht. „Nur so kann ein Teil der Verluste aufgefangen werden.“

Hoffnung macht Winzer, dass es zumindest einzelne Veranstaltungen in coronabedingt angepasster Form in Weils Kulturleben schon gegeben hat, womit er mit Blick in Richtung Zukunft auch optimistischer gestimmt ist. Und gleichzeitig will der Kulturring seinen Anteil an einer positiven Gestaltung leisten. „Selbstverständlich wird nach Lösungen gesucht, um die Vereine unter ihrem Dachverband zu fördern, aber in der momentanen Situation ist es schwierig, für alle die richtige Lösung zu finden.“ Der Dachverband sei aber zuversichtlich und hoffe auf eine solide Zukunft der kulturtreibenden Vereine.

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