Weil am Rhein Spendentag für den Tierschutzverein

Im Home-Office nutzen die Menschen die Zeit, um mit den Hunden spazieren zu gehen. Foto: zVg Foto: Weiler Zeitung

Weil am Rhein (aje). Alles nur noch mit Termin: Das gilt seit dem Teil-Lockdown im Weiler Tierheim. Dazu muss der Mund- und Nasenschutz beim Abholen der Tiere getragen werden. „Da alles draußen an der frischen Luft stattfindet, brauchten wir bisher keine Masken. Doch nun muss er auch bei der Übergabe aufgesetzt werden“, erzählt Tierheim-Leiterin Leonie Moser im Gespräch mit unserer Zeitung.

Beim Gassigehen mit den Hunden kommt auch keiner mehr ins Gebäude, denn die Tiere werden direkt an der Schleuse ausgehändigt. Die freiwilligen Gassigeher bekommen zum Spaziergang noch eine besondere Leine mit. Diese besteht aus dem Kunststoff „Biothane“ und ist daher abwaschbar und kann danach desinfiziert werden.

Große Nachfrage

Die Gassigeh-Zeiten werden nur noch per Termin vereinbart. „Wir haben gar nicht so viele Hunde wie Gassigeher“, lacht Moser. Die Leiterin vermutet, dass die Menschen durch das Home-Office mehr Zeit hätten und gerne mal die Abwechslung genießen.

Nur zwei Mal pro Tag können Besucher vorbeikommen, um sich mit den Fellnasen vertraut zu machen. Auch die Vorkontrollen bei einer Vermittlung finden nur mit Abstand sowie mit Nasen- und Mundschutz statt.

Doch trotz Auflagen hat Moser eine freudige Nachricht: Drei ihrer Langzeitschützlinge haben in den vergangenen Wochen ein neues Zuhause gefunden. Darunter war ein Hund, der ein Jahr im Tierheim Asyl gefunden hatte, und für die anderen beiden wurde seit zwei Jahren nach Besitzern gesucht.

Doch Einnahmen fehlen dem Tier-Unterschlupf: „Da viele nicht in den Urlaub fahren, brauchen sie keinen Pensionsplatz für ihre Tiere. Dadurch fehlen uns aber die Einnahmen“, sagt Moser. Zwar gebe es Anmeldungen, allerdings glaubt Moser, dass auch diese demnächst wieder storniert werden.

Veranstaltungen abgesagt

Noch in diesem Jahr waren eigentlich ein Herbstfest und eine Adventswanderung geplant, diese wurden jedoch coronabedingt abgesagt. Daher fehlen dem Tierheim neben den Einnahmen auch viele benötigte Spenden: Im Frühjahr ist ein Um- und Neubau von Hundezwingern geplant. „Wir sind immer noch am Sammeln und suchen noch nach Sponsoren“, so Moser.

Um die Kasse des Tierschutzvereins aufzubessern, organisiert Thomas Gießler einen Adventsspendentag. Dieser soll am Sonntag, 6. Dezember, von 11.30 bis zirka 14 Uhr im „Galileos“ in Weil am Rhein stattfinden, wenn die Verordnungen es zulassen.

Es können auch Spenden auf das Konto des Tierschutzvereins Weil am Rhein (IBAN: DE41 6835 1865 0007 0006 23 oder BIC: SOLADES1MGL) mit dem Verwendungszweck „Adventswanderung 2020“ überwiesen werden. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, einen Umschlag mit Name und Adresse in den Tierheim-Briefkasten zu werfen.

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