Weil am Rhein Steter Einsatz für Schwächere

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Christel Osswald aus Haltingen, eine vorbildlich engagierte Frau, ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Foto: Fraune

Weil am Rhein-Haltingen (ter). Trauer um eine Frau, die sich zeitlebens sozial stark engagiert hat und auch 35 Jahre kommunalpolitisch in Haltingen aktiv war: Christel Osswald ist nach schwerer Krankheit als Folge eines vor schon längerer Zeit sich ereigneten schweren Verkehrsunfalls im Alter von 82 Jahren in der Nacht zum Samstag gestorben. Sie hinterlässt ihren Mann, den früheren SPD-Bundestagsabgeordneten Professor Klaus-Dieter Osswald, sowie zwei Söhne. Einer von ihnen, Julian Osswald, ist seit 2008 Oberbürgermeister in Freudenstadt.

Verantwortungsbewusstsein und ausgeprägte Hilfsbereitschaft prägten ihr Leben schon in jungen Jahren. Denn Christel Osswald, eine geborene Schumacher und urwüchsige Haltingerin, kümmerte sich um ihre jüngeren Geschwister, nachdem ihre Mutter nach einem Unfall früh verstorben ist. Diesen gelebten Altruismus begleitete sie ein Leben lang. Nicht nur die eigene Familie war ihr wichtig, auch der Einsatz für andere Menschen und vor allem sozial Schwächere war für sie eine Selbstverständlichkeit.

Gesicht der AWO geprägt

Insbesondere in der Arbeiterwohlfahrt (AWO), deren stellvertretende Vorsitzende Christel Osswald viele Jahre war, engagierte sie sich sehr stark. Sie war immer zur Stelle, wenn es galt, anderen Menschen zu helfen oder ihnen bei den Veranstaltungen in der Senioren-Begegnungsstätte als wichtige Anlaufstelle eine Freude zu bereiten. Zusammen mit Hilla Eichin, der langjährigen Vorsitzenden, hat sie das Gesicht der AWO geprägt. Die Haltingerin ging auch bei Spendensammlungen auf die Straße, organisierte jahrelang beim früheren Sägischopffest eine Tombola zugunsten der AWO oder besuchte Firmen, um sie um eine Spende für die gute Sache und für hilfsbedürftige Menschen zu bitten. Und mit ihrer freundlichen Art und ihrem gewinnenden Wesen hatte sie damit auch Erfolg. Ihr soziales Engagement erstreckte sich auch über die AWO hinaus. So setzte sie sich schon in den 1980er Jahren in einem Arbeitskreis vorbildlich für die Spätaussiedler und später für Flüchtlinge ein.

Im Ortschaftsrat

Fast 35 Jahre vertrat Christel Osswald außerdem die Interessen der Bürger im Haltinger Ortschaftsrat. Auf der Liste der SPD erreichte sie bei ihren Wiederwahlen stets hohe Stimmenergebnisse, wobei sie einmal auch zur Stimmenkönigin avancierte. 2014 zog sich Christel Osswald aus der Kommunalpolitik zurück. Bei der Verabschiedung aus dem Ortsgremium bezeichnete Ortsvorsteher Michael Gleßner in seiner Laudatio die vielseitig und beispielhaft engagierte Frau als „Ikone der Haltinger Kommunalpolitik“. Zuvor hatte der Deutsche Städtetag in Würdigung ihrer Verdienste nach drei Jahrzehnten kommunalen Wirkens die stets einsatz- und hilfsbereite Frau mit der Goldenen Verdienstnadel ausgezeichnet.

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