Weil am Rhein Umstrukturierung ist nötig

Das Unternehmen Vizona muss aufgrund der Corona-Krise umstrukturieren. Foto: zVg/Vizona Foto: Weiler Zeitung

Die Corona-Krise trifft Vizona, den Weiler Hersteller von Ladeneinrichtungen, der zur Vitra-Group gehört. Einzelne Geschäftsbereiche sollen eingestellt werden. Die Bereiche Vizona und Vizona Factory will man in einer neuen Gesellschaft zusammenfassen. Es werden auch Arbeitsplätze abgebaut.

Weil am Rhein (sas). Vizona realisiert Storekonzepte für Retailer und Markenunternehmen in ganz Europa. Seit Jahren sei der stationäre Einzelhandel unter Druck, so die Auskunft von Barbara Friedli, Sprecherin der Vitra-Group. Vor allem im Non-Food- und im Modebereich finde eine Verlagerung auf das Onlinegeschäft statt. Auch andere Segmente wie der Automotive-Bereich stünden vor strukturellen Änderungen. Das habe zu stark reduzierten Investitionen in Ladeneinrichtungen geführt. Auch Vizona sei von diesen Entwicklungen getroffen worden.

Zusätzlicher Einbruch

Die Corona-Krise habe nun zu einem zusätzlichen, massiven Einbruch im stationären Einzelhandel geführt: Die Folgen seien radikale Kürzungen der Investitionen in die Einrichtung von Geschäften. Daher habe Vizona entschieden, die bisher auf mehrere Gesellschaften verteilte Unternehmensstruktur zu vereinfachen und grundsätzlich auf die geänderten Marktverhältnisse hin neu auszurichten.

Im Zuge dieser Maßnahmen werde das Unternehmen auch redimensioniert. Die Aktivitäten der bisherigen Gesellschaften werden in der neuen Gesellschaft Vizona Projects GmbH zusammengefasst, die von den beiden langjährigen Führungskräften Matthias Hummel und Oliver Arnold im Rahmen eines unternehmerischen Engagements geleitet wird.

Sozialplan angekündigt

Für alle Mitarbeiter, die aufgrund der Redimensionierung nicht in die neue Gesellschaft aufgenommen werden können, werde ein Sozialplan erarbeitet.

Die Entscheidungen gelten laut Friedli ausschließlich für Vizona. Die Produktion des Unternehmens Vitra in Weil am Rhein sei noch mit Aufträgen aus der Zeit vor Corona gut ausgelastet.

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