Weil am Rhein Verschlechterung für Haltinger Berufspendler

In Haltingen gibt es werktags zwischen 7 bis 8 Uhr sowie von 17 bis 18 Uhr eine schlechtere Taktung. Foto: Marco Fraune

Weil am Rhein-Haltingen - Verschlechterungen in den Hauptverkehrszeiten, Verbesserungen zu anderen Uhrzeiten: Der neue Bahn-Fahrplan ist für Haltingen unterschiedlich zu bewerten.

Klar ist aber, dass dieser speziell bei Berufspendlern für Verärgerung sorgt, da die Bahn die Taktung zwischen 7 bis 8 Uhr sowie 17 bis 18 Uhr ausgedünnt hat, womit nicht mehr so viele Züge in Haltingen warten. „Und wenn ein Zug mal kurzfristig ausfällt, wie am Dienstagabend, dann werden die Leute in einen vollbesetzten Bus ,gepfercht’“, kritisiert eine Haltingerin, die eigentlich umweltfreundlich mit dem Zug zur Arbeit nach Basel fährt.

Mindestens ein Zug pro Stunde

Der Haltinger Landtagsabgeordnete Rainer Stickelberger (SPD) ist bereits alarmiert und auch sein Grünen-Kollege Josha Frey soll auf Landesebene einwirken.

Haltingen werde auch im neuen Fahrplan von mindestens einem Zug pro Stunde bedient, heißt es von Seiten der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) auf eine Anfrage von Haltingens Ortsvorsteher Michael Gleßner, der das Thema nach der jüngsten Ortschaftsratssitzung auf Initiative von Markus Dembowski aufgegriffen hat. Alle zwei Stunden gebe es (mit Ausnahmen) einen zusätzlichen Halt in Haltingern, so die NVBW. „In der Summe der Halte bedeutet der neue Fahrplan eine Verbesserung gegenüber dem Status quo, insbesondere an Wochenenden gibt es wesentlich mehr Fahrmöglichkeiten.“

Ortsvorsteher: „Nicht nachvollziehbar“

Um die Defizite unter der Woche während der Stoßzeiten weiß das Unternehmen aber auch, wie aus dem Schreiben hervorgeht. „Zur ganzen Wahrheit muss auch erwähnt werden, dass die Verschiebung der Fahrlagen um 30 Minuten in einzelnen Zeitlagen eine Verschlechterung gegenüber dem Staus quo bedeutet.“

Für Ortsvorsteher Gleßner sei dies „nicht nachvollziehbar“. Der Landtagsabgeordnete Stickelberger kümmere sich auch um das Thema und versuche, hier positiv einzuwirken. Doch das Verkehrsministerium Baden-Württemberg stehe hinter der Mail, bedauerte Gleßner.

Ausgerechnet in Corona-Zeiten größere Enge im Zug

Dass es gerade in Corona-Zeiten aufgrund der Taktausdünnung zwischen 7 bis 8 Uhr sowie zwischen 17 und 18 Uhr auch zu einer größeren Enge im Zug komme, kritisierte Dembowski. Hinzu komme, so der Ortsvorsteher, dass es sich bei dem in Haltingen haltenden Zug dann auch um einen „absoluten Bummelzug“ handele. Dies sei „sehr unbefriedigend“.

Das Land soll noch nachsteuern, fordert auch Thomas Bayer. Das Ratsmitglied, der zugleich Weiler Grünen-Parteichef ist, will seinen Parteikollegen und Landtagsabgeordneten Frey mit einbinden, damit auch dieser Druck in Stuttgart macht.

Katharina Hütter (UFW) bekundete ergänzend noch ihren Unmut, dass ausgerechnet Haltinger nun negativ betroffen seien. Denn diese seien bereits durch die Bahn und den viergleisigen Ausbau gebeutelt.

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