Weil am Rhein Von Einsatz zu Einsatz

Entspannung sieht anders aus: Die Weiler Feuerwehr konnte am Wochenende kaum ein Auge zumachen. Vom Fehlalarm über Unwetterschäden bis hin zum Brand – die Wehrleute rückten immer wieder aus.

Weil am Rhein (aje). Insgesamt fast zwölf Stunden lang beschäftigt hat die Feuerwehr ein Brand im Lokal „Kutscherstube“ an der Weiler Hauptstraße, der in der Nacht auf Montag um 1.42 Uhr gemeldet wurde. Als die Feuerwehr eintraf, drang schwarzer Rauch aus dem Kellerabgang und aus dem Lüftungsschacht. „Der Brand wurde im Keller – vermutlich in der Zwischendecke – lokalisiert. Über die Lüftungsanlage muss sich der Rauch verteilt haben“, berichtete der stellvertretende Kommandant, Markus Utke, im Gespräch mit unserer Zeitung.

Die Feuerwehr bekämpfte den Brand im Untergeschoss und kontrollierte das Lüftungsrohr auf Glutnester. „Dazu wurde dieses mühselig unter Atemschutz mit schwerem Gerät freigelegt, das war sehr kräftezehrend und personalintensiv“, schildert Utke.

Aus dem darüberliegenden Hotel „Central“ mussten 14 Personen evakuiert werden. Verletzte gab es keine. Da in vier bis fünf Hotelräumen ein erhöhter Kohlenstoffmonoxid-Wert gemessen wurde, mussten sieben Gäste in anderen Hotels und in Nebengebäuden untergebracht werden. Die restlichen sieben Personen konnten im nördlichen Teil des Hotels unterkommen.

Die Feuerwehr nahm anschließend umfangreiche Be- und Entlüftungsmaßnahmen in Angriff. Das Gebäude wurde auch regelmäßig mit Messgeräten kontrolliert. „Erst, wenn der Wert des Kohlenstoffmonoxids gesunken ist, übergeben wir den Einsatzort an die Polizei“, erläuterte Utke am Morgen. Die Hauptstraße musste gesperrt werden, diese Sperrung dauerte bis zum Morgen an. Bis 12 Uhr war noch eine Brandwache von neun Mann mit einem Löschfahrzeug vor Ort. Um 13.30 konnten die Kameraden abrücken.

Von einer möglichen Brandstiftung wird laut Polizeipressesprecher Jörg Kiefer derzeit nicht ausgegangen. Da die Flammen aus der Lüftungsanlage traten, wird eher ein technischer Fehler als Ursache vermutet. Die „Kutscherstube“ sei stark beschädigt, die Höhe des Schadens jedoch noch unklar.

Im Einsatz waren alle vier Abteilungen der Weiler Wehr – insgesamt 70 Mann mit elf Fahrzeugen. Weitere Unterstützung erhielten die Floriansjünger von 15 Kollegen mit drei Fahrzeugen aus Lörrach. Polizei und DRK waren ebenfalls vor Ort.

Weitere Einsätze für die Feuerwehr

Bereits am Sonntagmorgen um 10.39 Uhr wurden die Feuerwehrleute zu einem Wohnungsbrand an der Adolf-Glattacker-Straße gerufen. Im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses roch es verbrannt und ein Rauchmelder hatte ausgelöst. Ein Essen war auf dem Herd vergessen worden. Die Bewohnerin hatte den Topf bereits vom Herd genommen. Verletzte gab es keine. Gemeinsam mit der Polizei kontrollierte der Löschtrupp mittels Wärmebildkamera die Wohnung. Der Einsatz konnte jedoch innerhalb einer Stunde beendet werden. Die Weiler Feuerwehr war mit vier Fahrzeugen und 15 Mann vor Ort.

Auch das Unwetter in der Nacht auf Montag hielt die Feuerwehr in Atem: Um 22.15 Uhr wurde die Abteilung Stadt alarmiert. Nach dem starken Gewitter trat Regenwasser in einen Keller an der Hauptstraße in Friedlingen. Wassersauger wurden eingesetzt, um das Wasser aus dem Gebäude zu pumpen.

Kurz darauf wurde ein größerer Ast auf der Riedlistraße gemeldet. Innerhalb von 30 Minuten zersägte die Feuerwehr diesen und lagerte ihn am Straßenrand. Einen weiteren großer Ast galt es von der Güterstraße in Haltingen zu schaffen.

Kurz nach Mitternacht wurde die Feuerwehr erneut nach Friedlingen gerufen. Im vierten Stock eines Mehrfamilienhauses an der Inselstraße hatte ein Heimrauchmelder ausgelöst. Die Feuerwehr konnte allerdings keinen Grund feststellen und nach 40 Minuten wieder abrücken.

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