Weil am Rhein Was Kinder alles entdecken

Die Teilnehmer des ersten Workshops im Rahmen „Kinderfreundliche Kommune“, die OB Wolfgang Dietz (hinten Mitte) begrüßen konnte. Foto: zVg Foto: Weiler Zeitung

Weil am Rhein. Mit der Einrichtung von Workshops zum Thema „Streifzüge durch unsere Stadt“ hat die Stadt eine Tür aufgestoßen, durch die sich Kinder und Jugendliche bei der Gestaltung der Stadt beteiligt fühlen. Dies zeigte sich in den Herbstferien, als sich 28 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 19 Jahren zu einem ersten Workshop im Rathaus trafen (wir berichteten bereits)

Die Kinder und Jugendlichen, die von Oberbürgermeister Wolfgang Dietz begrüßt wurden, kamen aus der Kernstadt und den Stadtteilen Friedlingen und Haltingen. Sowohl vom Alter als auch von der Herkunft war die Gruppe bunt gemischt. Elena Brossard, die sich als Juniorsachverständige sehr in dem Projekt engagiert, und Yannik Heckel, der Vorsitzende des Weiler Jugendparlaments, waren mit von der Partie.

Oberbürgermeister Dietz freute sich über die rege Beteiligung und dankte den Kindern für ihr Interesse an der Stadt. In drei Gruppen, erkundeten die jungen Leute zusammen mit ihren Begleitern die Wohnquartiere südlich und nördlich der Hauptstraße und in Alt-Weil.

Die aufgeweckten Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten ganz deutlich, dass ihnen Wertschätzung genauso so wichtig ist, wie Werte zu schätzen. Die Kinder und Jugendlichen nannten Orte, an denen sie sich wohlfühlen und wo es ihnen gefällt. Sie machten aber auch auf Situationen und Schwachstellen aufmerksam, die bei ihnen Unmut oder Unbehagen auslösen.

Während die einen fehlende Gehwege und „gruselige Straßenbeleuchtung“ in der Leopoldstraße bemängeln, erfreuen sich andere an den kleinen Gassen und den hübschen Straßenlaternen in Alt-Weil. Auffallend kritisch beobachten alle Gruppen, dass in der Stadt und im Läublinpark zu viel Müll liegt.

Klagen: Schulhöfe an den Wochenenden geschlossen

Alle Altersgruppen beklagten, dass viele Schulhöfe an den Wochenenden und in den Ferien geschlossen sind und ihnen der Zugang zu den Ballspielanlagen verwehrt wird. Sie brachten aber auch Verständnis dafür auf, dass insbesondere in den Abendstunden und nachts Ruhe für die Anwohner einkehren müsse und die Anlagen vor Vandalismus zu schützen sind.

Jugendliche, die oft mit der Bahn unterwegs sind, wünschen sich Abstellmöglichkeiten für ihre Fahrräder an der Hangkante. Was ein Street-Workout-Park ist und wie ein solcher in Weil am Rhein aussehen könnte, stellten Fabian Lenz und Leon Zeh vor. Mit Plänen und Fotos ausgestattet, zeigten sie, wie sich seit dem Frühjahr eine Gruppe Jugendlicher aus Weil am Rhein sportlich betätigt.

Am Nachmittag stellten sich die Gruppen ihre Erkenntnisse aus den Exkursionen gegenseitig vor. Mit vielen Anregungen wurde aufgezeigt, wie Weil am Rhein noch kinderfreundlicher werden kann. Mutig diskutierten die jungen Experten über Verbesserungen und Lösungsansätze.

So regten sie beispielsweise die Bereitstellung von größeren Müllbehältern an den von Jugendlichen aufgesuchten Treffpunkten an oder die Verkürzung der Reinigungsintervalle. Verständnis zeigten sie dafür, dass nicht alles Wünschenswerte umzusetzen ist.

So war schnell klar, dass aufgrund der örtlichen Gegebenheiten und der Belastung für die Anwohner, die Einrichtung eines Fußballfeldes auf dem Alten Marktplatz nicht in Frage kommt.

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