Weil am Rhein „Weil steht für Kinderfreundlichkeit“

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2WB setzen sich in ihrem Text mit der Stadt Weil am Rhein auseinander. Foto: zVg

Weil am Rhein-Haltingen (jn). „Sie wollten mal einen Gangster-Rap machen“, erzählt Maik Waßmer im Gespräch mit unserer Zeitung. Seine Söhne Luke und Jamie haben als Duo „2WB“ ihren Titel „Meine Stadt Weil am Rhein“ im Rahmen der Entfristung des Siegels „Kinderfreundliche Kommune“ vorgestellt. Die Botschaft lautet darin unter anderem: „Weil steht für Kinderfreundlichkeit.“

Aussage muss bleiben

Hinsichtlich der Entstehung lag die Schwierigkeit darin, den Rap-Song kindgerecht zu halten. „Die Aussage muss trotzdem rüberkommen“, erklärt Waßmer. Die grundsätzliche Idee für einen Rap-Song kam, als Luke, der ältere der beiden Brüder, einen Rap-Workshop im April 2021 von der Jugendpflege besucht hat. Der Workshop wurde von Peter Reimtgut veranstaltet, der selbst Rap-Lieder aufnimmt und als Sozialarbeiter tätig ist. Er ließ die Jugendlichen und Luke, mit Abstand der jüngste Teilnehmer berichtet er, selbstständig Texte schaffen und aufnehmen.

Den ganzen Entstehungsprozess haben sie in Eigenregie gestämmt, erzählt die Familie. So hat alles damit begonnen, den Text zu schreiben. Auch im Urlaub hat die Familie Strophen verfasst. Schlussendlich haben es 17 Textblöcke in das Lied geschafft, wobei ungefähr 30 noch in einer Datei auf ihren Einsatz warten, berichtet 2WB. Die Besonderheit an ihrem Rap ist, dass es keinen Refrain gibt, sondern nur die 17 Strophen. Dadurch ist das Lied über vier Minuten lang, ohne eine Wiederholung zu haben. Dennoch wollten 2WB es nicht noch weiter kürzen, da jede einzelne Aussage in den Blöcken wichtig ist. Denn es geht um Weil am Rhein und um alles, was ihnen am Herzen liegt. Dabei haben sie am Anfang gar nicht geplant, dass es in dem Rap um Weil gehen soll. „Das hat sich so ergeben“, berichten sie.

Den Beat für das Lied hat Vater Waßmer dann „gekauft“. So erklärte er im Gespräch, dass der Beat von „Phat Crispy“ kommt, der unter anderem auch mit Sido zusammenarbeitet. Auf „Phat Crispys“ Webseite sind verschiedene Beats zu finden, an denen sich Musiker für ein bestimmtes Kontingent die Rechte sichern können. Dabei entscheiden die erlaubten Veröffentlichungen, wie teuer es schlussendlich wird. Da sie für ihr Lied die Einzelspuren benötigten, hat Waßmer dann die zweite von drei Kaufstufen gewählt.

Aufnahme geht schnell

Es folgte die Aufnahme des Lieds in Thanis Studio. Er ist aufstrebender Produzent und hat auch mit Peter Reimtgut zusammengearbeitet. Das Einsingen selbst hat vier Stunden gedauert, was für die Länge des Lieds kurz ist. Danach musste Thani die Einsätze so anpassen, dass es mit dem Beat passt. Schließlich sind 2WB noch keine Profis und dann passt es nicht immer, erzählen sie im Gespräch. Bei der Aufnahme wurden sie auch von Peter Reimtgut unterstützt. Die Chemie passt zwischen den dreien. „Das war uns wichtig“, erzählen die Eltern.

Für das Video holten sie sich dieses Mal mit Marius Bartl (mrb-create), einem Videofilmer aus München, professionelle Hilfe. Für den Drehtag kam er um halb zwölf mit dem ICE aus München. Dann ging es gleich zum Rathaus, um die Szene zu drehen, bei der die Uhr fünf vor zwölf schlägt. Andere wichtige Orte in Weil – wie Vitra und die Feuerwehr – sind auch zu sehen.

Nächstes Lied soll kommen

Insgesamt hat der Entstehungsprozess über ein Jahr gedauert. Dies lag laut 2WB auch daran, dass sie vorher keine professionelle Unterstützung hatten, da Patrick Hanemann, der sonst ihre Lieder produziert, keine Zeit hatte. Als nächstes wird wahrscheinlich „Gas geben“ veröffentlicht, welches mit Hanemann schon vor längerer Zeit begonnen wurde. Inspiration war ihre Leidenschaft zum Moto-Cross-Fahren, was beide Brüder in ihrer Freizeit tun.

Dieses Lied unterstützen sie dann wahrscheinlich wieder mit ihren Instrumenten – Jamie (9 Jahre) mit dem Schlagzeug und Luke (11) mit der Gitarre.

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